Der VfL Lübeck-Schwartau feiert zum Jahresabschluss einen glücklichen 23:22-Auswärtssieg beim TV Großwallstadt. Der VfL zeigte eine über weite Strecken durchwachsene Vorstellung und drehte das Spiel nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand erst in einer turbulenten Schlussphase. Überragend: Dennis Klockmann mit 18 Paraden.

Wie schon beim Auswärtsspiel in Dormagen machte dem VfL erneut die Chancenverwertung zu schaffen. Nach zwei Treffern von Jan Schult zur 2:0-Führung lief bei den Lübeckern offensiv nur noch wenig zusammen. Über zwölf Minuten blieb das Przybecki-Team in der Folge ohne eigenen Treffer. Erst in der 16. Minute war Finn Kretschmer wieder erfolgreich und traf zum 6:3. Einzig Torhüter Dennis Klockmann zeigte eine gewohnt starke Leistung und hielt sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel. Trotzdem konnten sich die Gastgeber weiter absetzen, Eisenträger erhöhte auf 8:3 (22.).

Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit

Der VfL tat sich weiterhin schwer, leistete sich viele technische Fehler und blieb vorne weiter harmlos. Zur Pause lagen die Lübecker mit vier Toren zurück – Dennis Weit traf nach dem Halbzeitsignal per Siebenmeter zum 12:8. Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt noch glücklich, Dennis Klockmann bewahrte sein Team mit elf Paraden im ersten Durchgang vor einem noch deutlicheren Rückstand.

Doch auch auf der Gegenseite überragte Torhüter Jan Steffen Redwitz (19 Paraden), der dem VfL zu Beginn der zweiten Halbzeit das Leben weiter schwer machte und mehrere hundertprozentige Großchancen entschärfte. Und so wuchs der Vorsprung des TVG weiter an – Sven Weit traf per Siebenmeter zum 15:10 (39.). Als dann auch noch Kapitän Martin Waschul die dritte Zwei-Minuten-Strafe bekam, schien das Spiel schon gelaufen zu sein (42.).

Aufholjagd trotz zweier Roten Karten 

Doch jetzt meldeten sich die Lübecker plötzlich zurück, vor allem weil Niels Versteijnen mehrfach erfolgreich war. Der Linkshänder brachte den VfL wieder auf 16:14 heran (46.). Die nächste Hiobsbotschaft ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Carl Löfström sah nach einer verunglückten Abwehraktion die Rote Karte (48.) – der gesamte Mittelblock fehlte für den Rest des Spiels.

Markus Hansen, der zwischenzeitlich wegen einer Platzwunde am Kopf behandelt werden musste, agierte jetzt als Kreisläufer und in der 5:1-Deckung im Abwehrzentrum. Aber die Lübecker blieben im Spiel, Raguse verkürzte per Heber zum 17:16, im folgenden Angriff besorgte Finn Kretschmer den 17:17-Ausgleich (53.). Jetzt hatte der VfL das Kommando und die Gastgeber zeigten sich verunsichert. Lindskog Andersson brachte sein Team mit dem Treffer zum 18:17 erstmals in Führung und zeigte in der Schlussphase jetzt seine gewohnt effiziente Spielgestaltung. Mex Raguse besorgte den Tigern mit dem 22:20 (60.) schließlich den Zwei-Tore-Vorsprung und sorgte damit für die Vorentscheidung. Am Ende feierte der VfL Lübeck-Schwartau dank einer Leistungssteigerung in der Schlussphase und einem mal wieder überragenden Klockmann einen glücklichen 23:21-Erfolg beim TV Großwallstadt.