Der VfL Lübeck-Schwartau bezwingt den TV Emsdetten mit 28:22 (11:9) und feiert vor 2075 Zuschauern den ersten Heimsieg der Saison. Bester Werfer der Lübecker war Niels Versteijnen mit neun Toren. Dennis Klockmann war mit 13 Paraden der sichere Rückhalt seines Teams.

Die Zuschauer tanzten schon zwei Minuten vor dem Ende auf der Tribüne, sie nutzen die Auszeit die VfL-Trainer Piotr Przybecki beim Stand von 26:21 nahm. Zuvor war es Matej Klima, der mit seinem Treffer für die Entscheidung sorgte und die Halle in Ekstase versetzte. Der erste Heimsieg der Saison war besiegelt. „Die Stimmung war einfach richtig gut, das hat wieder richtig Spaß gemacht“, freute sich Jan Schult nach dem Spiel.

Nervöser Beginn

Erstmals in dieser Saison war die Hansehalle fast ausverkauft, die Stimmung schon vor Anpfiff ausgelassen. Doch der VfL verpasste es, den Schwung von den Rängen mitzunehmen, leistete sich technische Fehler und Unaufmerksamkeiten, die der Gast aus Emsdetten ausnutze. So fand ein Eckball den direkten Weg zu Kreisläufer Schwabe, der aus sechs Metern frei zum 3:6 einnetzen konnte (14.).

Erst jetzt fanden die Lübecker besser ins Spiel, sammelten mit gelungenen Aktionen Selbstvertrauen und auch Dennis Klockmann konnte sich mehrmals auszeichnen. Niels Versteijnen war es schließlich, der mit einem abgefälschten Wurf den 7:7-Ausgleich besorgte (21.).

Doppelschlag zur Pausenführung

Mit einer kompakten und aggressiven Abwehr überzeugte der VfL in der Schlussphase der ersten Halbzeit, hatte zudem einen starken Klockmann dahinter. Vorne war es aber wieder die Chancenverwertung, die eine deutliche Führung verhinderte. Siebenmeter, freie Würfe – der Ball landete zu oft beim Emsdettener Schlussmann Paske. Erst 40 Sekunden vor der Pause besorgte Martin Waschul nach einer weiteren Klockmann-Parade die 10:9-Führung, Sekunden vor dem Ende setzte Jasper Bruhn den emotionalen Schlusspunkt der ersten Hälfte und entfachte damit erstmals das Feuer in der „Hansehölle“.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte waren es dann wieder die Gäste, die sich treffsicherer präsentieren und durch cleveres Kreisspiel wieder zum Ausgleich kamen. Holzner traf per Siebenmeter zum 15:15 (39.). Aber jetzt übernahmen die Schwartauer wieder das Kommando. Hinten parierte Klockmann und vorne traf Versteijnen zum 19:16 (44.). Nach einem Traumpass des niederländischen Nationalspielers erhöhte Jan Schult vom Kreis wenig später mit dem 21:17 auf vier Tore Vorsprung (49.).

Klima sorgt für die Entscheidung

Es blieb hitzig, es blieb umkämpft. Zeitstrafen auf beiden Seiten sorgten für eine hektische Schlussphase, in der das Przybecki-Team die besseren Nerven behielt. Klima feuerte die Kugel zum 26:21 in die Maschen und sorgte damit für die Vorentscheidung (58.). Am Ende siegten die Schwartauer mit 28:22 und ließen sich von den begeisterten Fans in der Halle feiern.

VfL-Trainer Piotr Przybecki freute sich nach dem Spiel: „Wir waren am Anfang des Spiels etwas nervös und haben offensiv zu viele Fehler gemacht. Über eine stabile Abwehr haben wir uns dann Selbstvertrauen geholt und uns zurückgekämpft. Klockmann im Tor hat einige wichtige Bälle gehalten. Am Ende sind wir froh, dass wir uns die zwei Punkte geholt haben.“