28:26-Auswärtssieg in Hamm

Es ist der erste Auswärtssieg in der Rückrunde. Nach einer Niederlage in Coburg, einem Unentschieden in Dresden und der Pleite in Hagen feiert der VfL Lübeck-Schwartau ausgerechnet im Topspiel in Hamm einen 28:26-Sieg. „Wir waren super diszipliniert und haben eine tolle Kollektivleistung gezeigt“, freute sich Trainer Torge Greve.

Greve überraschte vor der Partie mit einer Personalie: Der zuletzt wegen Problemen an der Patellasehne fehlende Markus Hansen stand im Aufgebot und feierte in der 41. Minute sein Comeback im Trikot der Lübecker.

Und der VfL fand gut in die Partie: Metzner, Genda und zweimal Akerman brachten den VfL mit 4:2 in Führung (8.). Doch die Partie blieb völlig offen, auch weil sich das Greve-Team jetzt einfache Fehler im Offensivspiel leistete. Hamm glich in der elften Minute durch Fabian Huesmann wieder aus – 4:4.

„Wir haben gut ins Spiel gefunden“

Auch der ASV hatte in der Anfangsphase seine Schwierigkeiten, vergab hochkarätige Torchancen und fand in dieser Phase kaum Lösungen gegen den Schwartauer Angriff. ASV-Trainer Kay Rothenpieler zog beim Stand von 4:6 für Lübeck die erste Auszeit. „Wir haben gut ins Spiel gefunden, hatten eine stabile Abwehr und ein gutes Angriffsspiel“, so Torge Greve.

Es folgten viereinhalb Minuten ohne VfL-Treffer. Erneut glich Hamm das Spiel aus (17.), doch Metzner hatte die direkte Antwort (18.). Die erste ASV-Führung gab es dann in der 20. Minute (8:7). Die Schwartauer mussten in doppelter Unterzahl agieren und Torge Greve nahm seine erste Auszeit.

Es war das erwartet enge Spiel zwischen dem Tabellendritten und dem Vierten. Auch nachdem die Gastgeber erstmals mit zwei Toren vorne lagen (26.), blieben die blauen Tiger dran. Zwei schnelle Tore von Schult und Bruhn und die Partie war wieder unentschieden (11:11/27.).

„Die Pause kam uns gelegen“

In den letzten Minuten vor der Pause lief beim VfL dann nur noch wenig zusammen. Schults Wurf wurde gehalten, Damm bekam eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, und der ASV legte wieder zwei Treffer vor – mit 11:13 aus Sicht der Lübecker ging es in die Kabinen. „Da haben wir etwas fahrig gespielt, die Pause kam uns gelegen“, so Greve.

Wie schon in der ersten Halbzeit erwischte der VfL auch im zweiten Durchgang den besseren Auftakt. Schult (31.) und Genda (32.) stellten den 13:13-Ausgleich wieder her. Jetzt meldete sich auch Klockmann im Tor mit einer starken Parade zurück (36.) und Thees Glabisch brachte die Schwartauer wieder mit 16:15 in Front (36.).

Doch die Führung hatte nicht lange Bestand. Der VfL scheiterte jetzt reihenweise am eingewechselten ASV-Keeper Gregor Lorger, der dann auch noch einen Siebenmeter inklusive Nachwurf von Thees Glabisch parierte (40.) und seinem Team so einen Drei-Tore-Vorsprung einbrachte (19:16).

Starkes Hansen-Comeback

Torge Greve reagierte und brachte den wiedergenesenen Markus Hansen in die Partie, der direkt einen Treffer verbuchen konnte (42.). Schnell war der Ausgleich wieder hergestellt. Jan Schult traf zum 20:20 (44.). „Wir wussten, dass Hamm nach dem Spiel am Mittwoch vielleicht etwas müde wird, und konnten mit Markus noch einen Spieler bringen, der stark im Eins gegen Eins ist“, so der VfL-Coach.

Und das sollte sich auszahlen. Der starke Markus Hansen besorgte in der 52. Minute den 23:22 Treffer für sein Team, doch im direkten Gegenzug glich Hamm wieder aus. Es sollte bis zum Ende ein Krimi bleiben, das war spätestens jetzt klar. Zweieinhalb Minuten vor Schluss war es wieder Markus Hansen, der zum 26:25 traf. Kay Rothenpieler zog die Auszeit und Christoph Neuhold glich zum 26:26 für Hamm-Westfalen aus. Die entscheidenden Treffer setzte dann Antonio Metzner, der mit zwei Toren in Folge für den 28:26-Erfolg sorgte. „Unsere rechte Seite war heute stark, Antonio Metzner und Jasper Bruhn haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, so Greve.

„Ein geiles Gefühl“

Völlig erschöpft, aber glücklich, saß Markus Hansen saß nach dem Spiel an der Seitenlinie. „Das ist einfach ein geiles Gefühl. Das war eine richtig starke Teamleistung“, sagte Hansen.

„Wir waren heute in der Abwehr extrem stark und haben auch im Angriff endlich wieder die richtigen Lösungen gefunden. Am Ende hatten wir vielleicht auch etwas mehr Frische“, resümierte Torge Greve.

2018-03-12T09:23:04+00:00Sonntag, 11. März 2018|