Der VfL Lübeck-Schwartau feiert einen am Ende souveränen 32:26 (15:14) -Erfolg gegen den TuS Fürstenfeldbruck und besiegelt damit den Abstieg der Bayern. Die Lübecker überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der Jasper Bruhn (9 Tore) und Nils Conrad (12 Paraden) herausstachen.

Endlich wieder Zuschauer, endlich wieder Stimmung in der „Hansehölle“. 207 VfL-Fans sorgten für eine schon fast ungewohnte, aber schöne Atmosphäre. Und das Team der Lübecker nahm den Schwung von den Rängen mit in die Anfangsphase, stellte eine aggressive Deckung und ging schnell mit drei Toren in Führung – Fynn Gonschor erzielte von außen den Treffer zum 4:1 (6.).

Die Gäste ließen sich von dem frühen Rückstand nicht beeindrucken, kämpften sich angetrieben vom starken Spielmacher Kolodziej schnell wieder zurück – Prause erzielte den 4:4-Ausgleich (11.).

Beide Mannschaften drückten aufs Tempo, beide präsentierten sich offensiv stark. Nach der ersten Parade des eingewechselten Nils Conrad traf Kretschmer im Gegenzug zum vielumjubelten 11:9 (19.). Erstmals wurde die Halle zur „Hölle“.

Conrad hält Führung fest

Doch der TuS ließ sich nicht abschütteln, überzeugte weiterhin mit cleveren Spielzügen und hielten die Partie offen. Der VfL leistete sich in der Schlussphase der ersten Hälfte zu viele technische Fehler oder ließen beste Möglichkeiten liegen. Nils Conrad war es zu verdanken, dass der VfL mit einer 15:14-Führung in die Pause ging. Der 19-Jährige konnte sich mit mehreren Paraden auszeichnen und parierte in der Schlusssekunde einen Freiwurf von Kolodziej.

Zeitstrafen, Wischpausen – der Beginn der zweiten Hälfte war von vielen Unterbrechungen geprägt. Die Lübecker konnten sich jetzt angetrieben vom Publikum auf vier Tore absetzen. Kretschmer besorgte das 22:18 (40.). Der VfL spielte jetzt disziplinierte, präsentierte sich konsequent im Abschluss und hatte mit Conrad weiterhin einen sicheren Rückhalt im Tor. Schrader erhöhte per Siebenmeter auf 25:21 (44.).

Bruhn überragt mit neun Toren

Eine Vorentscheidung war das noch lange nicht, denn die „Panther“ blieben gefährlich und hielten das Tempo hoch. Der VfL konnte den Vier-Tore-Vorsprung halten. Kretschmer erzielte aus spitzem Winkel das 27:23 (50.). Als Nils Conrad dann auch seinen ersten Siebenmeter parierte, gab es erstmals Standing Ovations in der Halle. Der überragende Jasper Bruhn besorgte mit seinem achten Treffer im Gegenzug das 28:23 (51.).

In der Schlussphase ließ der VfL dann nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg souverän über die Zeit. Am Ende feierten die Lübecker ihren 32:26-Sieg mit den begeisterten Fans.

„Das hat richtig Spaß gemacht“

Finn Kretschmer freute sich vor allem über die Rückkehr der Zuschauer: „Es war einfach schön, dass die Zuschauer wieder dabei waren. Auch wenn es nur 200 waren – das hat wieder richtig Spaß gemacht. Wir haben heute vor allem in der zweiten Halbzeit diszipliniert gespielt und am Ende kaum noch Fehler gemacht.“