Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt beim EHV Aue mit 34:26 (21:10). Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Piotr Przybecki zeigte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten, kämpfte sich nach elf Toren Rückstand im zweiten Durchgang wieder zurück – und verlor am Ende doch deutlich.

Lediglich zehn Feldspieler und zwei Torhüter hatte VfL-Trainer Piotr Przybecki beim Gastspiel in Aue zur Verfügung. Nach den Ausfällen von Klockmann, Schult, Glabisch, Conrad und Raguse meldete sich auch noch Fynn Ranke mit Knieproblemen ab. Mit dabei war dafür erstmals Torhüter Alexander Haß.

Noch am Mittwoch zeigte der VfL gegen den Tabellenzweiten aus Lübbecke trotz der angespannten Personalsituation eine Top-Leistung, am Sonntag in Aue konnte daran nicht angeknüpft werden. Fehlende Wurfeffektivität und technische Fehler – es lief im ersten Durchgang wenig zusammen. Auf der anderen Seite zeigte Aue eine konzentrierte Vorstellung, hatte mit Erik Töpfer einen starken Rückhalt und mit Bengt Bornhorn einen Top-Angreifer am Kreis. Bornhorn erzielte in der ersten Halbzeit zehn seiner insgesamt elf Treffer – 21:10 hieß es nach 30 Minuten.

VfL kämpft sich zurück

Die Worte von Piotr Przybecki in der Kabine schienen Wirkung hinterlassen haben, denn sein Team präsentierte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs deutlich verbessert und konnte den Rückstand schnell verkürzen – Lindskog Andersson traf zum 23:17 (40.) und die Lübeckern witterten ihre Chance.

Und jetzt hatte Aue Probleme, fand gegen die Lübecker Abwehr kaum noch Lösungen. Doch wieder ließ der VfL beste Möglichkeiten aus, wieder schlichen sich technische Fehler ein. Zehn Minuten vor dem Ende verkürzte Versteijnen dennoch mit dem 26:22 auf vier Tore Rückstand (51.).

Der VfL war wieder auf Tuchfühlung, doch Aue fand rechtzeitig zurück in die Spur. Adrian Kammlodt baute den Vorsprung wieder aus und sorgte mit dem 30:24 für die endgültige Entscheidung im Spiel (56.). Am Ende wurde es dann doch eine deutliche Niederlage für den VfL, dem in den letzten Minuten die Kräfte ausgingen. Der EHV gewann die Partie mit 34:26.