Arbeitssieg zum Doppelspieltag-Auftakt

Der VfL Lübeck-Schwartau ringt den Wilhelmshavener HV in einem spannenden, allerdings nicht hochklassigen, Spiel mit 28:25 nieder.

Vielleicht war es am Ende die eine Spur mehr Effizienz der Hausherren, die das Zünglein an der Waage war. Am besten lässt sich diese These an den beiden Hauptdarstellern des Abends festmachen. Auf der einen Seite war da Antonio Metzner, der mit zehn Treffern der erfolgreichste Schwartauer war. Er benötigte dafür zwölf Versuche. Auf der anderen Seite stand Tobias Schwolow, der zwar zwölf Mal ins Schwarze traf, dafür aber 22 Würfe benötigte.

Gästetrainer Christian Köhrmann fasst so auch ganz treffend und prägnant zusammen: „Wir haben heute einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Wir hatten hohe Ambitionen, aber mit dieser Ausbeute kannst Du in Schwartau nicht gewinnen.“ Die weiteren Gründe sah der Coach des Tabellen-Sechzehnten darin, dass nicht alle seiner Spieler ihr volles Leistungsvermögen abrufen konnten und vor allem auf der Torhüter-Position ein deutliches Übergewicht bei den Gastgebern vorhanden war. So stand am Ende der VfL Lübeck-Schwartau als verdienter Sieger auf dem Feld, bei dem in der Tat, neben Antonio Metzner, Marino Mallwitz mit 13 Paraden der Garant für den Heimerfolg war.

Ausgeglichener Beginn

Der Start des Spiels deutete schon an, worauf sich die 1.879 Zuschauer an diesem Abend einstellen konnten. Wilhelmshaven führte schnell 2:0 und brachte die VfL-Abwehr sowohl aus dem Rückraum, aber vor allem auch über den Kreis immer wieder in Verlegenheit. Erst ein 4:0-Lauf der Mannschaft von Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt brachte die erste Führung für Schwartau und sorgte für das nötige Selbstvertrauen in dieser Partie. Gerrit Claasen zum Spielverlauf: „Wir haben nicht ohne Grund vor dem Spiel gesagt, dass es sehr schwer werden wird. Das war kein Understatement, sondern die berechtigte Anerkennung der Leistungsfähigkeit der Wilhelmshavener. Wir haben uns diesen Sieg schwer erarbeiten müssen. Glückwunsch an meinen Trainerkollegen für dieses Spiel. Der WHV hat uns sein Spiel aufgezwungen und wir hatten am Anfang wenig Zugriff in der Abwehr. Auch fehlte uns im Angriff die Geduld, die wir noch im Coburg-Spiel perfekt an den Tag gelegt haben, und die Durchschlagskraft.“

Steigerung im Verlauf der Begegnung

Noch einmal der VfL-Coach: „Sehr gut war, dass sich unsere Mannschaft im Verlauf der ersten Halbzeit mit einer sehr geschlossenen Teamleistung in das Spiel gearbeitet hat. Wir haben den Kampf angenommen und sind über die Deckungsarbeit in die Partie gekommen.“ Bis dahin hieß die „Lebensversicherung“ Antonio Metzner. Der Rückraum-Rechte hatte bis zum Halbzeitpfiff eine Wurfquote von 100% und der VfL behielt so die Führung (Halbzeitstand 12:11).

„Schön war es nicht“, lautete das Fazit von Gerrit Claasen, aber auch solche Spiele wollen gewonnen werden. Und selbst, wenn es in der zweiten Hälfte mehrere Situationen gegeben hat, in denen das Spiel auch eine andere Wendung hätte nehmen können, der Erfolg war verdient. Teamgeist und Einsatzwillen waren die beiden Zutaten, die den Ausschlag pro Lübeck-Schwartau gegeben haben.

Das zeigte sich vor allem in der „Crunch-Time“, in der sich die Hausherren von 21:20 auf 25:21 vorentscheidend absetzen konnten. Selbst die offene Deckung der Wilhelmshavener konnte daran nichts mehr ändern. Der WHV erzielte zwar noch vier schnelle Tore, war aber in der Abwehr entsprechend offen und anfällig. Thees Glabischs war es mit einem Doppelpack vorbehalten, für die endgültige Entscheidung zu sorgen.

Viel Zeit, diesen Erfolg zu feiern, bleibt allerdings nicht. Bereits Sonntag steht die nächste Begegnung an (beim VfL Eintracht Hagen, 17:00). Dann soll dieser Doppelspieltag erfolgreich abgerundet und die nächste Hinspiel-Niederlage ausgebügelt werden. Seid dabei – Sportdeutschland.tv überträgt wie immer live!

2019-04-26T23:22:05+00:00Freitag, 26. April 2019|