Auswärts nachlegen!

Der VfL Lübeck-Schwartau will den überraschenden Heimsieg gegen den HSC 2000 Coburg beim TuS Ferndorf (14.12., 19.30 Uhr) veredeln. Public Viewing im RELAX Bistro & Sportsbar Bad Schwartau

Steffen Köhler in seiner letzten Saison für den VfL – gegen Ferndorf will der Kreisläufer wieder alles raushauen

Trainer Piotr Przybecki blickt nach dem 29:27 gegen den Spitzenreiter zurück: „Das war eine ganz starke mannschaftliche Leistung gegen Coburg. Wir haben eine solide Defensive gezeigt und endlich wieder einfache Tore aus dem Rückraum gemacht. Die Zuschauer haben uns unglaublich unterstützt, nicht nur die letzten acht Minuten, aber da besonders. Das hat uns beflügelt. Dieses positive Gefühl wollen wir mit in das nächste Spiel nehmen.“

Es war auch ein Sieg für die Stimmung und die Moral. Noch einmal der Trainer: „In der Kabine herrschte nach dem Abpfiff natürlich eine super Atmosphäre. Das Spiel in den letzten sieben Minuten gegen den Tabellenführer noch einmal umzubiegen, sorgt für Selbstvertrauen und zeigt den guten Charakter der Mannschaft. Das haben wir noch bis Sonntag genossen. Jetzt aber konzentrieren wir uns voll auf die nächste Aufgabe, und die heißt Ferndorf!“

Ferndorf würde die Vorsaison gerne wiederholen

Der TuS steht aktuell mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge auf dem 15. Tabellenplatz. Damit liegt er etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. Das Ziel der Verantwortlichen war es, die Saison auf einem gesicherten Tabellenplatz abzuschließen, und das so früh wie möglich. Gemessen an der letzten Spielzeit ein berechtigter Anspruch: Die schloss man am Ende auf dem achten Tabellenplatz ab.

Und es sah zu Beginn sehr gut aus für die Mannschaft von Michael Lerscht. Die Nordrhein-Westfalen starteten mit 8:6 Punkten. Eine weitere erfolgreiche Saison in der 2. Bundesliga schien möglich. Dann aber verließ den TuS das Glück. Aus den letzten acht Spielen holten die Ferndorfer lediglich zwei Punkte. In diesem Fall aber ist die Statistik nicht ausreichend, um das Leistungsvermögen der Ferndorfer zu beschreiben. Gegen Hamm und Konstanz endeten die Partien unentschieden, gegen Gummersbach, Elbflorenz und zuletzt Bietigheim gingen sie jeweils nur mit einem Tor verloren. Diese Spiele hätten sicherlich auch leicht einen anderen Ausgang nehmen können. „Mir tut es leid für die Jungs. Aber wir hatten auch letzte Saison so eine Phase, aus der wir uns wieder heraus gekämpft haben. Die Mannschaft lebt und wir werden gegen den VfL Lübeck-Schwartau einen neuen Anlauf unternehmen, uns das Glück zu erkämpfen“, war Ferndorfs Coach mit dem Gesamtauftritt seines Teams im letzten Spiel in Bietigheim durchaus einverstanden.

Das Plus des TuS liegt in der Defensive und in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Lerscht musste im Sommer nicht viele Spieler ersetzen. Der bekannteste Abgang war Lukas Zerbe. Er wechselte zum TBV Lemgo. Dafür wurde mit Patrick Weber der Mann mit dem härtesten Wurf der letztjährigen 1. Bundesliga (120 km/h lt. Sky) verpflichtet. Er ist aktuell nach Julius Lindskog Andersson (73 Tore) zweitbester Werfer seiner Mannschaft (62 Tore).

Hohe Hürde für den VfL

Dass das Spiel beim TuS nicht einfach wird, weiß auch Piotr Przybecki: „Ferndorf spielt eine offensive 6:0-Deckung, mit der der jeweilige Kontrahent gehörig unter Druck gesetzt wird. Sie versuchen immer wieder, die Angriffe ihres Gegners frühzeitig zu unterbinden. Vorne haben sie gute Rückraumspieler und mit Lindskog einen spielstarken Regisseur, der gerne in 1:1-Situationen geht und seine Nebenleute klug einsetzt. Zusätzlich werden sie zu Hause von der guten Stimmung in der Halle getragen. Wir werden also höllisch aufpassen müssen.“

Den letzten Auftritt des VfLs in der Ferndorfer Halle „Stählerwiese“ haben sicherlich noch viele Schwartauer schmerzhaft im Gedächtnis. Mit 17:27 wurde der VfL regelrecht zerlegt. Da die Mannschaft auch das Heimspiel verlor, hat der VfL also noch einiges gutzumachen, oder? Piotr Przybecki: „Ferndorf hat im letzten Jahr als Aufsteiger ordentlich Furore gemacht. Aber wir sind in der neuen Saison. Die letzte interessiert mich nicht so sehr. Wir sind aus einem anderen Grund gewarnt. Ferndorf hat viele Spiele sehr knapp verloren. Sie stehen in der Tabelle sicherlich schlechter da, als sie sind, und benötigen dringend Punkte. Die sollen sie auch gerne einfahren, aber eben nicht gegen uns. Wir wollen da anknüpfen, wo wir im letzten Spiel aufgehört haben. Wir arbeiten weiter an der schon guten Abstimmung in der Abwehr. Spieler, die nach ihren Verletzungen wieder bereitstehen, sollen ihren Rhythmus finden. Und im Angriff wollen wir wieder Räume schaffen und nutzen. Ferndorf wird ein ganz anderer Gegner werden, aber mit dem Ergebnis aus dem Coburg-Spiel wäre ich sehr zufrieden.“

Für unsere Fans bieten wir am Samstag wieder ein Public Viewing im RELAX Bistro & Sportsbar Bad Schwartau an.

2019-12-12T14:46:58+00:00Donnerstag, 12. Dezember 2019|