Der VfL Lübeck-Schwartau gewinnt das Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden mit 29:27 (14:15). In einer ausgeglichenen und bis zum Ende spannenden Partie wurde der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Torhüter Nils Conrad (neun Paraden) zum Matchwinner für den VfL. Bester Torschütze war Markus Hansen mit acht Treffern.

Es dauerte ein wenig, bis die Partie in der Hansehalle Fahrt aufnahm. Erst nach zehn Minuten erhöhten beide Mannschaften das Tempo und die Torgefahr. In einer ausgeglichenen Partie zeigten die Gäste aus Dresden immer wieder ihr gutes Tempospiel, der VfL überzeugte aus einem variablen Positionsspiel heraus, hatte mit Hansen und Klima zwei gut aufgelegte Eins-gegen-Eins-Spieler. Der starke Markus Hansen sorgte mit einem Treffer vom Kreis für die 11:10 Führung (20.), das Manko blieb aber wie schon in Hüttenberg die zu hohe Fehlerquote. So konnte Elbflorenz einige einfache Tore erzielen und die Partie ausgeglichen gestalten.

In einer turbulenten und hektischen Schlussphase der ersten Halbzeit mit einigen Zeitstrafen und technischen Fehlern auf beiden Seiten waren es die Gäste, die sich effizienter zeigten. 14:15 hieß es zur Pause aus Sicht der Lübecker.

Mit Conrad kommt die Wende

Nach dem Seitenwechsel war dann auch der Schwung des VfL erst einmal verflogen. Es häuften sich erneut technische Fehler und Elbflorenz konnte die Führung ausbauen – Nils Kretschmer traf zum 20:17 (37.). Erst der eingewechselte Nils Conrad brachte sein Team mit drei Paraden in Folge zurück ins Spiel, doch Finn Kretschmer vergab die Chance auf den 23:23-Ausgleich (49.). Zwei Minuten später war es dann aber Niels Versteijnen, der die Kugel zum 24:24-Ausgleich in den Winkel hämmerte (52.) – der Auftakt in eine spannende Schlussphase.

Jetzt hatte der VfL das Momentum auf seiner Seite. Bruhn sorgte für die Führung, Conrad parierte und Versteijnen traf zum 27:25 (56.). Der Niederländer wurde in den Schlussminuten zum entscheidenden Faktor, besorgte auch die nächsten zwei VfL-Tore. Und obwohl Skorupa 90 Sekunden vor dem Ende die Riesenchance auf die Drei-Tore-Führung vergab, war hinten Verlass auf Nils Conrad, der gegen Kretschmer und Greß parierte. Am Ende gewannen die Lübecker diese packende Partie mit 29:27.

„Haben uns diesen Sieg erkämpft“

VfL-Trainer Piotr Przybecki sagte nach dem Spiel: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme mit dem Tempospiel von Dresden, immer wenn sie im Positionsspiel angreifen mussten, hatten wir einen guten Zugriff. Wir haben erneut zu viele Fehler gemacht und sind dadurch in Rückstand geraten. In der zweiten Hälfte hat Nils Conrad uns dann mit einigen Paraden zurück ins Spiel gebracht, wir haben eine kompakte Abwehr gestellt und vorne die Chancen genutzt. Wir haben uns diesen Sieg heute erkämpft.“