Der Spitzenreiter kommt

Einer der Top-Favoriten dieser erstklassigen zweiten Bundeliga, der HSC 2000 Coburg, ist am 02.11.2018 zu Gast in der Hansehölle. Ihr Weg soll am Ende in die erste Bundesliga führen. Mal sehen, was der VfL dagegenhalten kann…

Der letzte Spieltag hätte für die beiden heutigen Kontrahenten besser verlaufen können. Der VfL Lübeck-Schwartau musste sich dem Erstliga-Absteiger Hüttenberg, trotz einer starken zweiten Halbzeit, mit 22:25 geschlagen geben. Und an der Tabellenspitze gab es das Top-Duell Erster (Coburg) gegen Zweiter (Essen), das die Bayern knapp mit 29:30 verloren. Wunden lecken während der Länderspiel-Pause war also auf beiden Seiten angesagt.

VfL-Kader weiterhin stark dezimiert

Wunden der besonderen Art kennt der VfL zur Genüge. Gegen den TV 05/07 Hüttenberg fehlten Trainer Torge Greve fünf Aktivposten: Pawel Genda (Nasenbeinbruch), Tim Claasen (Sprunggelenk), Dadi Runarsson (Muskelfaserriss) und Marcel Möller (Rücken) konnten nicht mitwirken, ebenso wenig wie Jung-Vater Toni Podpolinksi. Und damit nicht genug: Markus Hansen und Basti Damm kamen angeschlagen vom Auswärtsmatch zurück an die Ostsee. Keine leichte Aufgabe für Greve, den VfL-Kahn wieder auf Kurs zu bringen. Immerhin noch einsetzbar, trotz harter Gangart der jeweiligen Gegner, ist der aktuell erfolgreichste Werfer der Schwartauer, Antonio Metzner – allerdings für die Schwartauer nur noch bis zum Saisonende. Danach versucht der 2,07 m große Schlacks sein Glück in Erlangen. Er hat also bereits geschafft, was beide Mannschaften noch zu erreichen versuchen: den Sprung in die erste Bundesliga!

Torge Greve zur schwierigen Personalsituation: „Metzner ist natürlich gegen Coburg an Bord und wird sich voll reinhängen, genauso wie Basti Damm, Dadi Runarsson und Toni Podpolinski. Ein Fragezeichen steht noch hinter Tim Claasen und Markus Hansen. Für Pawel Genda kommt das Spiel definitiv zu früh.“

VfL erwartet volle Hütte

Die Unterstützung des heimischen Publikums ist den Schwartauern indes wieder gewiss. Bereits über 1.700 Karten wurden im Vorverkauf abgesetzt. Die Hansehölle könnte erstmals in dieser Saison ausverkauft sein. Zurecht, wenn man die man die makellose Heimbilanz der Gastgeber und den Tabellenplatz des Gastes in Betracht zieht! Wer also Spitzensport und Top-Unterhaltung live genießen möchte, sollte sich mit dem Kartenkauf beeilen …

Coburg grüßt von der Tabellenspitze

Trotz der ersten Niederlage am vergangenen Spieltag stehen die Nordbayern Dank eines furiosen Saisonauftaktes an der Tabellenspitze. Vor der Niederlage gegen den TuSEM aus Essen schafften es die Coburger nur einmal nicht, doppelt zu punkten (25:25 bei den Rhein Vikings). Der Grund dafür findet sich in einem druckvollen Angriffsspiel. Dabei besticht der Rückraum mit internationaler Erfahrung – Pontus Zettermann (Schweden), Anton Prakapenia (Weißrussland) und Christoph Neuhold (Österreich) steuern zusammen 107 Tore bei. Aber auch die nationale Power ist beachtlich: Florian Billek (73 Tore) als Top-Torschütze rundet den zweitbesten Angriff der Liga ab.

Greves Sicht auf den Tabellenführer: „Coburg ist eine der stärksten Mannschaften in unserer Liga. Sie haben sich trotz einiger Neuzugänge schnell gefunden und bestechen durch ihr routiniertes Spiel. Herausheben kann ich allerdings keinen Spieler – dafür sind sie durch die Bank zu gut besetzt und unheimlich ausgeglichen. Sie sind gegen uns der klare Favorit.“

Zuhause eine Macht

Verstecken muss sich der VfL Lübeck-Schwartau allerdings insbesondere vor heimische Kulisse vor keiner Mannschaft. Das haben die ersten fünf Heimspiele gezeigt und das soll auch der HSC 2000 Coburg zu spüren bekommen. Greve: „Hüttenberg ist abgehakt. Wir blicken wieder nach vorne und damit auf das Heimspiel gegen Coburg. Wir wollen zusammen mit einer lautstarken Kulisse unsere weiße Heim-Weste bewahren.“

2018-11-01T08:43:14+00:00Donnerstag, 1. November 2018|