Der VfL Lübeck-Schwartau hat nach zuvor neun Heimsiegen in Folge wieder ein Spiel in der Hansehalle verloren. Die Lübecker verloren gegen den HC Elbflorenz deutlich mit 32:18 (15:7).

Etwas überraschend gab VfL-Trainer Piotr Przybecki zu Beginn Nils Conrad im Tor den Vorzug gegenüber Dennis Klockmann, doch der junge VfL-Keeper konnte sich in der Anfangsphase direkt ausreichen. Und dennoch gerieten die Lübecker in einen Rückstand, denn der Offensivmotor stotterte. Die Würfe landeten zu oft über oder neben dem Tor. Sebastian Gruß brachte den HCE mit 5:2 in Führung (9.). Als Nils Kretschmer den Gästen mit dem Treffer zum 7:3 einen Vier-Tore-Vorsprung bescherte, zog Przybecki die erste Auszeit (13.).

Elbflorenz dominiert erste Halbzeit

Es blieb dabei, den Lübeckern fehlte das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, die Bälle landeten im Block, am Pfosten oder Torhüter Huhnstock parierte. Lukas Wucherpfenning erhöhte von Außen auf 11:6 für die Dresdener (20.). Das Team von Trainer Rico Göde fand immer besser in die Partie und nutzte die Fehler des VfL konsequent aus – zur Pause führte der HCE bereits mit 15:8.

Und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es kaum Besserung im Spiel der Schwartauer. Der HCE konnte die Führung sogar auf 18:9 ausbauen (35.). Was die Lübecker auch versuchten, es lief an diesem Tag nicht zusammen. Auch Klockmann, der jetzt im Tor stand, konnte der VfL-Abwehr nicht den nötigen Impuls geben und vorne ließen Versteijnen und Co. zahlreiche Möglichkeiten liegen. Als Sebastian Greß das 24:14 für die Gäste erzielte, war die Partie endgültig entschieden (48.). 

In der Schlussphase versuchte es der VfL mit offensiven Abwehrvarianten und schnellen Angriffen, doch selbst eine Ergebniskosmetik sollte nicht mehr gelingen. Der HC Elbflorenz gewann am Ende deutlich mit 32:18 in der Lübecker Hansehalle.

„So kann man in der 2. Bundesliga kein Spiel gewinnen“

Entsprechend enttäuscht äußerte sich VfL-Trainer Piotr Przybecki nach dem Spiel: „Wir haben sowohl vorne als auch hinten inkonsequent gespielt. Ich habe viele naive Aktionen gesehen. Wir haben zu viele Chancen vergeben, haben teilweise mit angezogener Handbremse gespielt. So kann man in der 2. Bundesliga kein Spiel gewinnen. Das müssen wir jetzt erstmal aufarbeiten, wir dürfen uns in unserer eigenen Halle so nicht präsentieren.“