Der VfL Lübeck-Schwartau verliert das Nachholspiel bei der SG BBM Bietigheim deutlich mit 28:19 (14:7). Der VfL zeigte eine über weite Strecken desolate Leistung gegen gut aufgelegte Bieitgheimer und blieb über 60 Minuten chancenlos.

Der VfL tat sich von Beginn an schwer gegen die aggressive und bewegliche Deckung der Bietigheimer, leistete sich zudem einige technische Fehler. Auch die Torausbeute war in der ersten Viertelstunde unterdurchschnittlich. Einzig Dennis Klockmann im Tor war von Beginn an auf Betriebstemperatur und hielt den Rückstand in Grenzen. Doch gegen die Siebenmeter von Christian Schäfer blieb auch Klockmann machtlos – 7:3 nach 16 Minuten.

Der VfL fand offensiv weiterhin nicht ins Spiel, machte immer wieder technische Fehler und konnte nicht an die Leistungen der vergangen Wochen anknüpfen. Bietigheim spielte sich eine Sechs-Tore-Führung heraus, Link traf zum 13:7 für die Gastgeber (28.). und erhöhte kurz vor der Pause sogar noch auf 14:7.

Es blieb auch nach dem Seitenwechsel dabei: Vorne ließen die Lübecker zu viele Chancen liegen und hinten bekam die VfL-Abwehr keinen Zugriff auf die Bieitgheimer Offensive. Link erhöhte auf 20:11 (40.) und im Gegenzug vergab Versteijnen den Siebenmeter gegen Edvardsson – die Partie war schon jetzt entschieden.

Die Gastgeber stießen auch in der Folge auf wenig Gegenwehr, trafen weiterhin nach Belieben und konnten den Vorsprung sogar noch ausbauen. De la Pena besorgte neun Minuten vor dem Ende das 25:15 und den ersten Zehn-Tore-Vorsprung.

Am Ende feierte die SG BBM Bietigheim einen verdienten 28:19-Erfolg gegen schwache Lübecker, die nun schnell den Fokus auf das Heimspiel am Sonntag gegen den EHV Aue richten müssen.

„Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt“, sagte ein enttäuschter VfL-Trainer Piotr Przybecki nach dem Spiel. „Bietigheim hat die Partie dominiert und wir hatten heute wenig entgegenzusetzen. Besonders die bewegliche Abwehr konnten wir heute nicht knacken, aber wir hatten auch Probleme in unserer Abwehr. Wir müssen dieses Spiel jetzt in Ruhe aufarbeiten und uns dann auf das nächste Spiel gegen Aue gut vorbereiten.“