Doppelspieltag – VfL vor schweren Aufgaben

Der VfL Lübeck-Schwartau spielt an diesem zweiten Doppelspieltag der Saison gegen den Wilhelmshavener HV (Freitag, 19.30 Uhr) und bei dem VfL Eintracht Hagen (Sonntag, 17.00 Uhr).

Mit dem Abstieg hat der VfL Lübeck-Schwartau auch in diesem Jahr nichts zu tun. Oder doch? Am kommenden Wochenende trifft das Team der Trainer Claasen / Engelhardt auf zwei Mannschaften, die noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt stecken. Am Freitag stellt sich der VfL dem Tabellen-Sechzehnten aus Wilhelmshaven, am Sonntag reisen die Ostholsteiner nach Hagen und treffen dort auf die Eintracht, aktuell mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 15. Keine Frage, dass sich der VfL in beiden Partien voll reinhängen wird. Das ist allerdings nicht nur ein Gebot der Fairness, sondern vor allem dem Wunsch geschuldet, die beiden Hinrunden-Pleiten auszubügeln. Die Schwartauer verloren ebenfalls an einem Doppelspieltag in Wilhelmshaven mit 23:27 und gegen Hagen mit 21:25.

Gerrit Claasen mit dem Blick auf die Hinrunde: „Die Begegnungen sind Geschichte, die Voraussetzungen gänzlich andere. Wir wollen auch in diesen beiden Spielen wieder unserem eigenen Anspruch gerecht werden, so wie in Coburg.“ Und Jörg Engelhardt ergänzt: „Unsere Leistung muss und wird besser sein, als in der Hinrunde. Nur das zählt. Dann werden wir auch punkten.“

Wilhelmshavener HV (16.) – 26.04., 19.30 Uhr, Hansehölle

Das Team von Trainer Christian Köhrmann ist trotz des Tabellenplatzes ein gefährlicher Gegner, insbesondere gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Das hat der nicht nur der VfL im Hinspiel schmerzlich erfahren müssen, sondern zuletzt auch Coburg (27:29) und Essen (30:33).

Die Ursachen für den aktuellen Tabellenplatz sind eher in der Defensive zu finden – nur Emsdetten hat mehr Gegentore kassiert. Dafür verfügt der WHV offensiv über eine hohe Qualität, stellt den zehntbesten Angriff. Hauptverantwortlich für diese Durchschlagskraft sind vor allem Tobias Schwolow, der im Hinspiel nicht zu stoppen war und acht Treffer erzielte, und Rene Drechsler. Sie habe zusammen bereits 322 Mal in dieser Saison getroffen. Sie und die prekäre Tabellensituation machen Wilhelmshaven doppelt gefährlich.

Gerrit Claasen zum ersten der beiden Gegner: „Der WHV ist eine bekannte Größe in der Liga und verfügt über eine gute erste Sieben. Die Mannschaft spielt inzwischen in großen Teilen lange zusammen. Unsere Aufgabe ist es, das von individuellen Fähigkeiten der Spieler getragene Spiel in den Griff zu bekommen. Man darf sich von dem Tabellenplatz nicht täuschen lassen. Wilhelmshaven kann an guten Tagen jedes Team schlagen. Wir haben vor ihnen viel Respekt. Aber wenn wir an die Leistung aus dem Coburg-Spiel anknüpfen können, können wir die Punkte in Lübeck behalten.“

Weitere Informationen zum Gegner erhaltet Ihr hier.

VfL Eintracht Hagen (15.) – 28.04., 17.00 Uhr, Krollmann Arena, Hagen

Zwei Punkte vor dem WHV rangiert der VfL Eintracht Hagen. Damit seht die Mannschaft von Trainer Niels Pfannschmidt auf dem begehrten 15. Tabellenplatz, der zu einer weiteren Zweitliga-Saison berechtigen würde. Aber noch sind acht Partien auszutragen. Die letzten drei immerhin ist Hagen ungeschlagen und unterlag in den letzten fünf Begegnungen nur dem Tabellenzweiten aus Coburg. So wartet die Eintracht sicherlich mit breiter Brust auf den VfL Lübeck-Schwartau.

Jörg Engelhardt zum zweiten Gegner des Wochenendes: „Hagen verfügt über ein gutes Kollektiv mit zum Teil sehr guten Einzelspielern. Sie haben einen gefährlichen Rückraum und ein gut angelegtes Spielsystem. Und im Tor stehen mit Nils Dresrüsse (aktuell in der Mannschaft der Woche) und dem Ex-Schwartauer Tobias Mahncke zwei gute Torhüter.“

Die Bilanz der Hagener ist zu Hause etwas schlechter als auswärts. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen für die Lübecker und die Chance, über die stabile Abwehr in ein schnelles Umschaltspiel zu kommen. Und apropos Abwehr: die muss besonders Jan-Lars Gaubatz im Auge behalten. Der Hagener Rückraum-Rechte hat bereits 158 Tore erzielt und war auch im Hinspiel der entscheidende Spieler (9 Tore). Seine Kreise einzuengen, wird das vorrangige Ziel des Defensivverbundes sein. Offen ist in diesem Zusammenhang, ob Kapitän Martin Waschul wieder seinen Teil dazu beitragen kann. Die ärztliche Abteilung hält sich dazu noch etwas bedeckt – Auflösung wohl erst am kommenden Freitag.

2019-04-24T11:55:21+00:00Mittwoch, 24. April 2019|