Ein besonderes Spiel: Basti Damm gegen seine Ex-Kollegen

Erste Schritte im Profi-Handball in Dormagen

Es ist ein ganz besonderes Spiel für Sebastian Damm: Bei Bayer Dormagen wurde Lübecks Nummer 21 zum Bundesliga-Spieler. Im Alter von 17 Jahren wechselte „Basti“ vom TV Großwallstadt, wo er schon in der Jugend zusammen mit Antonio Metzner spielte, zum damaligen Drittligisten Dormagen. Dort gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nun trifft er auf seine alte Mannschaft. „Ich werde schon nervös sein, ich habe dort natürlich noch viele Bekannte“, so der Linksaußen.

In Dormagen übernahm Damm nicht nur auf dem Platz Verantwortung, nebenbei trainierte der damals 18-Jährige Jugendmannschaften von Bayer – darunter auch Leistungsträger der heutigen ersten Mannschaft wie Lukas Stutzke oder Eloy Morante Maldonado. Mit Patrick Hüter und Sven Bartmann spielen zwei alte Weggefährten Damms noch heute beim TSV.

Der große Traum vom Medizin-Studium

In Dormagen, fernab der Heimat Kassel, machte Basti neben dem Handball zunächst sein Abitur und begann dann eine Ausbildung zum Rettungssanitäter. In dieser Zeit reifte auch der Wunsch, Medizin zu studieren und Arzt zu werden. „Am liebsten Chirurg“, doch ein Studienplatz blieb ihm bisher verwehrt – trotz eines Abiturschnitts von 1,7. Deshalb arbeitet der 23-Jährige auch in Lübeck weiterhin als Rettungssanitäter, sammelt Erfahrung für das Studium und den Beruf des Mediziners. Vier Tage in der Woche von Montag bis Donnerstag. Und nach der Arbeit wird das morgendliche Krafttraining der Kollegen nachgeholt, ehe es zur abendlichen Handball-Einheit geht. „Das ist schon ein enormer Aufwand, aber das Medizin-Studium ist mein großes Ziel.“ Freitags ist frei, und da trifft man ihn gerne zum Frühstück im Café „Barcelona“.

Die „Frohnatur“ beim VfL

Trotz des durchaus stressigen Alltags sieht man Sebastian Damm nur selten ohne Lächeln im Gesicht, er gilt als die Spaßkanone in der Mannschaft, ist (fast) immer gut gelaunt und hat immer einen lustigen Spruch parat. „Ich bin einfach eine Frohnatur und auch verantwortlich für die gute Stimmung bei uns in der Mannschaft. Wenn ich mal etwas ruhiger bin, werde ich schon gefragt, ob alles in Ordnung ist“, erklärt er lachend. Mit der Einführung einer Strafe machte er sich allerdings unbeliebt in der Mannschaft – zumindest bei der jüngeren Hälfte. Beim wöchentlichen Fußballspiel Alt gegen Jung muss jeder Spieler der Verlierermannschaft dank Bastis Vorschlag einen Euro in die Mannschaftskasse zahlen – und es verlieren fast immer die Jüngeren.

Seine alten Kollegen nimmt Lübecks Linksaußen als Gegner im kommenden Spiel jedoch ernst. „Sie haben ein extrem schnelles Spiel.“ Trotzdem blitzt sein Sinn für Humor weiterhin durch. Mit dem ein oder anderen ehemaligen Kameraden aus Dormagen wird es vor dem Duell Kontakt geben. Da lässt es Basti sich natürlich nicht nehmen, ein paar freundschaftliche Sticheleien auszutauschen.

2018-10-12T16:48:30+00:00Samstag, 13. Oktober 2018|