"Ein ganz besonderes Spiel"

Interview mit Fynn Gonschor

Vor der Saison wechselte Fynn Gonschor vom VfL Gummersbach zum VfL Lübeck-Schwartau. Im Interview spricht 19-Jährige über das besondere Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein, sein spezielles Verhältnis zu Handball-Legende Joachim Deckarm und seine erste eigene Wohnung.

Fynn, besser hätte die Saison für dich nicht starten können. Acht Tore gegen Krefeld – wie hast du das Spiel erlebt?

Fynn Gonschor: Das war natürlich etwas ganz Besonderes, ein Wahnsinns-Erlebnis! Ich habe mich aber eigentlich hauptsächlich über die Leistung der gesamten Mannschaft und den Sieg gefreut. Das Spiel war aber ganz wichtig für mich und gibt mir als junger Spieler das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Welche Reaktionen gab es aus der Mannschaft und deinem Umfeld?

Fynn Gonschor: Es gab wirklich unglaublich viele Reaktionen. Von der Mannschaft und vom Trainer gab es schon während des Spiels viel Aufmerksamkeit, danach hatte ich dann viele Nachrichten und Anrufe auf dem Handy, die mich doch sehr bewegt haben. Das war echt toll.

Welche Bedeutung hat das Spiel gegen den VfL Gummersbach für dich?

Fynn Gonschor: Das ist ein ganz besonderes Spiel, das mich natürlich besonders motiviert. Man will jedes Spiel gewinnen, aber gegen Gummersbach möchte ich natürlich auf gar keinen Fall verlieren.

Im DHB-Pokal hat es gegen Gummersbach ja schon ganz gut geklappt.

Fynn Gonschor: Ja, aber das wird ein ganz anderes Spiel. Gummersbach wird sicherlich ganz anders auftreten als noch vor zwei Wochen und Revanche für die Niederlage nehmen wollen. Nach dem Unentschieden gegen TUSEM Essen stehen sie auch schon etwas unter Druck.

Am Freitag wird auch Joachim Deckarm zu Gast in der Hansehalle sein. Ihr habt ein ganz spezielles Verhältnis. Was bedeutet dir sein Besuch?

Fynn Gonschor: Ich habe beim VfL Gummersbach in der vergangenen Saison ja ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und dabei neun Monate lang hauptsächlich Jo Deckarm betreut. Er ist für mich in dieser Zeit ein sehr guter Freund geworden, fast schon ein Familienmitglied. Wir haben uns auch außerhalb der offiziellen Arbeitszeit oft getroffen, er sich hat jedes Heimspiel von mir in der A-Jugend angesehen und mir danach ein Feedback zu meiner Leistung gegeben. Das war sehr wichtig für mich und hat mir sehr geholfen. Ich freue mich total darauf, ihn wiederzusehen.

Du lebst hier in Lübeck in deiner ersten eigenen Wohnung. Hast du dich schon eingelebt?

Fynn Gonschor: Mittlerweile läuft alles ganz gut. Ich kann sogar schon etwas kochen (lacht). Nudeln sind momentan wohl meine häufigste Mahlzeit. Ich lasse mich aber auch gerne von meinen Teamkollegen einladen.

Was machst du in deiner Freizeit?

Fynn Gonschor: Derzeit habe ich fast nur Zeit für Handball. Ich trainiere ja auch noch dreimal pro Woche die D-Jugend vom VfL Bad Schwartau. Ansonsten treffe ich mich oft mit meinen Mannschaftskollegen. Ab September werde ich dann hier in Lübeck ein BWL-Studium anfangen.

2019-08-30T10:39:13+00:00Freitag, 30. August 2019|