Gegnerportrait: HSG Nordhorn-Lingen

Das Team der Stunde ist zu Gast in Lübeck! Die HSG Nordhorn-Lingen klopft an den Aufstiegsrängen zur DKB Handball-Bundesliga an und holte aus den letzten 10 Spielen 9 Siege. Wir stellen euch den kommenden Gegner vor.

Anfang März war sie dann doch gerissen, die unglaublich starke Serie der HSG Nordhorn-Lingen. Im Topspiel gegen die HBW Balingen-Weilstetten (4. gegen 1.) behielt der Ligaprimus die Oberhand und siegte mit 30.24. Die Niederlage in Balingen war die erste seit 1. Dezember 2018 als die HSG beim TuS N-Lübbecke den Kürzeren zog.

Die Serie von acht Siegen in Serie führte das Team aus der Grafschaft Bentheim Stück für Stück Richtung Tabellenspitze. Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenvierten aus Essen und dem Patzer von Coburg in Wilhelmshaven trennt die HSG nur noch 1 Punkt von Aufstiegsplatz 2.

Ambitionierte Ziele eines Traditionsvereins

Als nach 10 Jahren Erstligazugehörigkeit am Ende der Saison 2008/2009 trotz Platz 8 aufgrund einer Insolvenz der Gang in die 2. Handball-Bundesliga angetreten werden musste, war ein Neuanfang bei den Niedersachsen unumgänglich. Heute mit internationalen Titeln dekorierte Spieler wie Holger Glandorf, Tobias Karlsson, Bjarte Myrhol oder Erlend Mamelund verließen in der Folge den Verein.

Doch die HSG Nordhorn-Lingen will zurück zu den erfolgreichen 2000er Jahren. Unter dem Motto #Zusammen1Ziel wird zeitnah der Wiederaufstieg in die DKB Handball-Bundesliga angestrebt und aktuell ist dieses Ziel näher denn je. Patzt der HSC Coburg noch ein weiteres Mal, könnte die HSG bereits vorbeiziehen.

Punktuelle Verstärkungen – Pöhle schlägt ein

Für dieses Ziel wurde das Team von Trainer Heiner Bültmann zur laufenden Saison zwar nur punktuell, jedoch qualitativ hochwertig verstärkt. Die Neuzugänge Georg Pöhle (Emsdetten, Rückraum Links) und Julian Possehl (Hamm, Rückraum Rechts) bilden die Säule im Rückraum des Zweistädteteams und sind mit 167 bzw. 83 Toren die Top-Schützen der Mannschaft. Gerade Pöhle zeigt konstant starke Leistungen und ist nicht nur absoluter Leistungsträger in Nordhorn sondern auch auf Platz 3 der Top-Torschützen der Liga.

Im Tor verstärkte sich Nordhorn außerdem mit dem Niederländer Bert Ravensbergen, der aus Frankreich zur HSG wechselte. Der Nationaltorwart teilt sich die Aufgabe zwischen den Pfosten mit Björn Buhrmester, mit dem er zusammen ein starkes und nahezu gleichberechtigtes Duo bildet.

Kleiner Durchhänger und Trendwende

Nach einem guten Saisonstart mit 3 Siegen aus den ersten 4 Spielen fiel die HSG in ein kleines Loch und holte lediglich 3 Punkte aus den folgenden 5 Spielen. Die Bilanz der restlichen Spiele liest sich dann mehr als beeindruckend. Seit dem 10. Spieltag ließ die HSG Nordhorn-Lingen neben den angesprochenen Niederlagen gegen Lübbecke und Balingen lediglich 1 Punkt beim Dessau-Roßlauer HV liegen und holte 14 Siege aus 17 Spielen.

Behält die HSG diese Konstanz bis zum Saisonende bei, wäre es nicht verwunderlich, wenn das Ziel, in die DKB Handball-Bundesliga zurückzukehren, bereits in diesem Jahr Realität wird.

Direkter Vergleich

VfL Lübeck-Schwartau HSG Nordhorn-Lingen
Tabellenplatz 6 3
Torverhältnis 651:620 745:660
Bester Werfer Antonio Metzner – 120 Tore Georg Pöhle – 167 Tore
Bilanz 6 Siege, 1 Remis, 8 Niederlagen 8 Siege, 1 Remis, 6 Niederlagen
Letztes Duell 22 26
Tabellenplatz 17/18 3 7
2019-03-19T16:53:24+00:00Montag, 18. März 2019|