Gegnerportrait: HSV Hamburg

Nach dem 30:20-Sieg gegen Hagen am vergangenen Wochenende ist der Klassenerhalt für den HSV Hamburg gesichert. Im Derby können die Jungs von Torsten Jansen also befreit aufspielen. Wir stellen euch den kommenden Gegner vor.

„Moin, 2. Liga“ – das war das Motto unter dem der Handball Sport Verein Hamburg die Rückkehr in den Profi-Handball und die erste Zweitligasaison nach der Insolvenz im Jahr 2016 anging. Als souveräner Meister der 3. Liga Nord und mit großer Unterstützung der Hansestadt im Rücken waren die Erwartungen an den ehemaligen Champions-League-Sieger natürlich groß. Und das junge Team der Hamburger wusste durchaus überzeugen.

Stabilisation nach Startschwierigkeiten

Der HSVH, der aufgrund seiner Vergangenheit und Ambitionen sicherlich nicht als „normaler“ Aufsteiger gelten kann, zahlte zu Saisonbeginn Leergeld. Der Auftaktniederlage gegen Balingen folgten weitere Pleiten gegen Ferndorf und den heute abgeschlagenen Tabellenletzten Rhein Vikings, die außer gegen Hamburg nur noch einen einzigen Saisonsieg holten.

Mit dem Sieg gegen Hamm im September setzte die Mannschaft von Ex-Weltmeister „Toto“ Jansen jedoch ein erstes Ausrufezeichen und stabilisierte sich in der Folge. Auffällig ist, wie eng die Spiele des HSV zumeist sind. Das junge Team ließ insgesamt noch die Konstanz missen und schwankte zwischen knappen Niederlagen gegen Top-Mannschaften und ebenso knappen Siegen im Kampf gegen den Abstieg. Grundsätzlich ist jedoch festzuhalten, dass der HSV mit der aktuellen Platzierung in einer normalen Zweitligasaison bereits lange gesichert gewesen wäre. Einzig die in diesem Jahr fünf zu vergebenen Abstiegsplätze verhinderten einen vorzeitigen Klassenerhalt.

Tempohandball, „Kopf“ Ossenkopp und zwei Routiniers

Und der HSV ist dabei definitiv eine Bereicherung für die Liga. Schon in der 3. Liga wusste die junge Mannschaft durch teilweise berauschenden Tempo-Handball zu gefallen. Diesen Spielstil verfolgt die mit 24 Jahren im Durchschnitt sehr junge Mannschaft auch in dieser Saison und steht so für attraktiven und modernen Handball.

Entscheidender Faktor im Spiel der Hamburger ist Spielmacher Lukas Ossenkopp. Er ist das Herz der Hamburger Offensive, stand bislang in jedem der 35 Saisonspiele auf der Platte und ist zeitgleich mit 150 Treffern auch der gefährlichste Schütze. Insgesamt verteilen sich die Treffer der Hamburger jedoch sehr gleichmäßig auf den ausgeglichenen Kader. Zu erwähnen sind dann noch zwei Handball-Schwergewichte im Kader des HSV. Mit Alt-Meister Stefan Schröder und dem Ex-Kieler Blazenko Lackovic, der als spielender Co-Trainer fungiert, kann Torsten Jansen gerade in kniffligen Situationen auf extreme Erfahrung zurückgreifen. Zwar bekommen beide nur wenig Spielzeit, können aber in entscheidenden Situationen sicherlich immernoch einen Unterschied machen.

VfL Lübeck-Schwartau HSV Hamburg
Tabellenplatz 5 11
Torverhältnis 890:838 942:936
Bester Werfer Antonio Metzner – 169 Tore Lukas Ossenkopp – 150 Tore
Bilanz 1 Siege, 0 Remis, 1 Niederlage 1 Siege, 0 Remis, 1 Niederlagen
Letztes Duell 21 18
Tabellenplatz 17/18 3 1 (3. Liga-Nord)
2019-05-20T11:16:23+00:00Montag, 20. Mai 2019|