Gegnerportrait: TuS N-Lübbecke

Vierter gegen Achter – und trotzdem nur 2 Punkte Differenz. Mit einem Sieg gegen den TuS N-Lübbecke kann der VfL mit den Nordrhein-Westfalen gleichziehen. Wir stellen euch den nächsten Gegner vor.

Das Finale am letzten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga im Juni 2018 war an Dramatik kaum zu überbieten. Durch einen Heimsieg gegen den HC Erlangen und der Niederlage des TuS N-Lübbecke in Lemgo, rutschte Lübbecke auf den 17. Tabellenplatz ab. Der erneute Abstieg in die 2. Handball-Bundesliga war besiegelt.

Der souveräne Zweitligameister der Vorsaison (13 Punkte Vorsprung) war mit großen Ambitionen in die Comeback-Saison gestartet und wollte deutlich machen, dass die erste Zweitligasaison seit 2009 nur ein Ausrutscher war. Stattdessen stand für den Traditionsverein am Ende der erneute Gang in die Zweitklassigkeit an.

Neuanfang mit Umbruch – Hochkaräter für den Wiederaufstieg

Dass ein Abstieg oft auch personelle Konsequenzen nach sich zieht, zeigt auch das Beispiel TuS N-Lübbecke. Neun Abgängen stehen zur aktuellen Saison sieben Neuzugänge gegenüber. Dass die Nordrhein-Westfalen dabei den direkten Wiederaufstieg anpeilen wird deutlich, wenn man sich anschaut was für Spieler Ihre Schuhe für das Team von Trainer Aaron Ziercke schnürt.

Spieler wie Peter Strosack (ehemals DHfK Leipzig), Dener Jaanimaa (kam in der Winterpause 17/18 aus Melsungen, vorher THW Kiel) oder Marian Orlowski (VfL Gummersbach) haben Erstliga-Format und sehen die Zweitligasaison sicherlich nur als Durchgangsstation an. Ergänzt durch ambitionierte Spieler aus der zweiten Liga wie Valentin Spohn (Balingen) und den restlichen Spielern aus der Abstiegssaison weist der TuS den vielleicht stärksten Kader der Liga auf.

Holpriger Saisonstart – Best of the Rest

Zwar sind die angesprochenen Strosack und Jaanimaa mit 103 bzw. 104 Treffern absolute Leistungsträger, den hohen Ansprüchen des Vereins entspricht die Saison bislang jedoch nicht. Nach einem holprigen Saisonstart mit zwei Siegen und drei Niederlagen aus den ersten fünf Spielen fand sich Lübbecke nur auf Rang 13 der 2. Handball-Bundesliga wieder.

Dem dadurch entstandenen Rückstand auf die Spitzenteams aus Balingen und Coburg läuft Lübbecke seitdem hinterher. Zwar steht aktuell Tabellenplatz vier zu Buche, mit dem Aufstiegsrennen hat der Traditionsverein aktuell jedoch nichts zu tun. Zu groß ist der Abstand zu den begehrten Plätzen an der Sonne.

Ziercke muss gehen – Weiße Weste gegen den VfL

Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung wurden bereits gezogen. Der auslaufende Vertrag mit Trainer Aaron Ziercke, der in den 90er Jahren auch für den VfL Bad Schwartau in der Bundesliga aktiv war, wird nicht verlängert. In der kommenden Saison darf sich also ein neuer Trainer daran versuchen, den TuS N-Lübbecke in die 1. Liga zurückzubringen.

Trotzdem geht es im Duell mit dem VfL um wichtige Punkte im engen Verfolgerrennen. Mit einem Sieg zöge der VfL punkttechnisch gleich mit Lübbecke. Jedoch hat der VfL bislang keines der drei Duelle für sich entscheiden können. Vielleicht kommt es also zu einer Premiere in der Hansehölle.

Der Gegner im Überblick

Tabellenplatz 4
Torverhältnis 700:641
Bester Werfer Dener Jaanimaa (RR) – 104 Tore
Bilanz gegen den VfL (seit 2013) 3 Siege, 0 Remis, 0 Niederlagen
Letztes Duell LÜB 23:16 VfL
Platzierung Saison 17/18 17. Platz (1. Liga)
2019-03-04T15:25:43+00:00Montag, 4. März 2019|