Gegnerportrait: TV Hüttenberg

Der Ex-Bundesligist TV Hüttenberg ist zu Gast in der Hansehölle. Nach schwierigem Saisonstart haben sich die Hessen mittlerweile stabilisiert. Wir stellen euch den kommenden Gegner vor.

Kaum ein Verein in Deutschlands Leistungs-Handball hat so turbulente Jahre hinter sich wie der TV Hüttenberg. Die Hessen sind das, was im Sport oft als Fahrstuhlmannschaft beschrieben wird, pendelten sie doch regelmäßig zwischen 3. Liga und dem deutschen Oberhaus. Beeindruckend war dabei sicherlich der Durchmarsch durch die 2. Handball-Bundesliga in der Saison 2016/2017 als der TVH als Aufsteiger den direkten Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga schaffte. Allerdings war auch dieser Aufstieg nicht von Nachhaltigkeit geprägt, sodass nach einem Jahr der erneute Gang in die 2. Liga anstand.

Neuanfang mit „Jugend forscht“

Nach der Rückkehr in die Zweitklassigkeit und einem damit verbunden Umbruch taten sich die Hessen zu Beginn der Saison sehr schwer und steckten zunächst im Abstiegskampf. Der neu zusammengestellte Kader musste sich zunächst finden und vor allem die jungen Spieler sich an die Liga gewöhnen. Denn der TVH setzt aktuell mehr als wahrscheinlich jede andere Mannschaft der Liga auf die Jugend. Trainer Emir Kurtagic, der im Sommer zum TuS N-Lübbecke wechselt, setzte in der laufenden Saison 11 Spieler ein, die Jünger als 20 Jahre sind.

Die enge Zusammenarbeit mit den A-Junioren des TVH zeigt sich auch darin, dass Hüttenberg in der aktuellen Saison bereits 28 Spieler eingesetzt hat – mehr als jedes andere Team der Liga.

Kopf Stegefelt und breiter Kader

Nach den Startschwierigkeiten zu Saisonbeginn hat sich die Mannschaft mittlerweile gefunden und ist aktuell auf Platz 10 dem harten Abstiegskampf fürs Erste entkommen. Wichtig in diesem Aufwärtstrend sind die Konstanten im jungen und breiten Kader des TVH. Da wäre zum Beispiel der Schwede Markus Stegefelt (kam im Sommer aus Balingen), der mit 115 Treffern die Säule im Linken Rückraum darstellt, oder Rechtsaußen Tobias Hahn, der ausnahmslos jedes Spiel in der laufenden Saison absolviert hat.

Generell ist bei den Hessen jedoch nicht der alles überragend Spieler zu finden. Viel mehr liegt die Stärke das Bundesliga-Absteigers in dieser Saison in der Breite und Flexibilität des Kaders, in dem sich die Verantwortlichkeiten gut verteilen. Nachdem ein erneuter Abstieg in die 3. Liga wohl abgewendet ist, wird wohl erst die kommende Saison wirklich zeigen, in welche Richtung der Weg des TV Hüttenberg sich entwickelt.

Direkter Vergleich

VfL Lübeck-Schwartau TV Hüttenberg
Tabellenplatz 6 10
Torverhältnis 698:668 711:705
Bester Werfer Antonio Metzner – 126 Tore Markus Stegefelt – 115 Tore
Bilanz 5 Siege, 1 Remis, 3 Niederlagen 3 Siege, 1 Remis, 5 Niederlagen
Letztes Duell 22 25
Tabellenplatz 17/18 3 18 (DKB Handball-Bundesliga)
2019-04-02T10:44:22+00:00Dienstag, 2. April 2019|