Nordderby ohne Zuschauer – zum Abschluss des neunten Spieltags empfängt der VfL Lübeck-Schwartau den HSV Hamburg. Nach vier Siegen in den letzten vier Spielen gehen die Lübecker mit breiter Brust in das Duell mit den Hamburgern.

„Ein Derby ohne Zuschauer ist eigentlich kein Derby“, sagt Martin Waschul. „Es sind doch die Zuschauer, die den Reiz in so einem Duell ausmachen.“ Schon im Heimspiel gegen Rimpar musste der VfL auf seine Fans verzichten, die fehlende Unterstützung machte sich bei den Spielern bemerkbar. „ Das war schon komisch. In engen Spielen können die Zuschauer der entscheidende Faktor sein. Im Derby ganz besonders“, so Waschul. Am Dienstag will der Kapitän trotzdem für die nötigen Emotionen auf dem Spielfeld sorgen. „Wir müssen uns die Motivation über Erfolgserlebnisse holen, uns gegenseitig immer wieder antreiben.“

Gegen den Konkurrenten aus dem 60 Kilometer entfernten Hamburg erwartet Martin Waschul ein schweres Spiel. „Der HSVH hat in den ersten Spielen der Saison gezeigt, dass sie eine richtig starke Mannschaft sind. Das ist ein junges, eingespieltes Team, das in den letzten Jahren eine richtig gute Entwicklung genommen hat. Wir haben aber viel Selbstvertrauen gesammelt und wollen auch dieses Spiel unbedingt gewinnen.“

Guter Saisonstart trotz mehrerer Corona-Fälle

Die Corona-Pandemie machte den Hamburgern zu Beginn der Saison schwer zu schaffen. Am Ende der Vorbereitung vor dem zweiten Testspiel gegen den VfL wurden mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet und auch das erste Saisonspiel gegen den TuS N-Lübbecke musste verschoben werden. Nur wenige Wochen später gab es erneut Corona-Fälle beim HSVH, wieder fielen Spiele aus. Und trotzdem ist das Team von Trainer Torsten Jansen mit vier Siegen und nur einer Niederlage sehr erfolgreich in die Spielzeit gestartet. „Auch wenn die Ergebnisse zwar sehr positiv waren, waren die Wochen aus Trainersicht extrem schwierig. Und sie haben ganz viel Flexibilität und Kreativität erfordert. Wir mussten uns ständig auf neue Situationen einstellen, hatten immer unterschiedlich viele Spieler im Training. Aber glücklicherweise konnten wir in den letzten zwei Wochen recht normal und planmäßig trainieren“, erklärt Torsten Jansen.

In der Vorbereitung konnten die Hamburger das Testspiel deutlich für sich entscheiden, doch das spielt für den HSVH-Coach keine Rolle mehr. „Das Testspiel hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel Aussagekraft. Aber trotz der Neuzugänge kennen wir den VfL sehr gut und wissen, was auf uns zukommt. Spiele in der Hansehalle sind immer wahnsinnig intensiv und schwierig. Und der VfL hat wieder zu seiner Heimstärke gefunden, sodass es ein hartes Stück Arbeit wird, zwei Punkte zu entführen“, so Jansen.

Derby im Livestream

Jasper Bruhn wird das Derby gegen die Hamburger wie schon das Spiel gegen Rimpar aufgrund einer Bänderverletzung verpassen. Auch Felix Kasch und Fynn Ranke sind nach ihren Knie-Operationen noch nicht wieder einsatzbereit.

Alle Fans können das Spiel im Livestream unter vfl-tv.com verfolgen. Die Vorberichterstattung aus der Hansehalle beginnt ab 19:10 Uhr, Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Ein besonderes Highlight gib es in der Halbzeit: Die Band „Jeden Tag Silvester“ präsentiert im Livestream ihre neue Single „Bis irgendwas zerbricht“.