Gerissene Serie soll erneuert werden

Der VfL Lübeck-Schwartau hat nach der Niederlage am vergangenen Wochenende und dem verlorenen Hinspiel beim TV 05 /07 Hüttenberg die Chance auf doppelte Wiedergutmachung.

Die Enttäuschung nach dem Spiel in Dormagen (23:31) war groß. Die zuvor sechs Siege in Folge haben die Erwartung erzeugt, auch bei der Bayer-Mannschaft zu punkten. Aber am Ende stand eine deutliche Niederlage zu Buche. Der Grund dafür lag vor allem darin, dass der VfL nicht in der Lage war, das Prunkstück Abwehr (davor <24 Gegentore) wie gewohnt zu stabilisieren. Hier mag das Fehlen von Mannschaftskapitän Martin Waschul besonders schmerzhaft gewesen sein. Zwar konnten die beiden herausragenden Dormagener Individualisten Tim Wieling und Lukas Stutzke bei jeweils fünf Treffern gehalten werden, aber 31 Gegentore sind einfach zu viel.

Gut also, dass der Ligaalltag eine Fokussierung auf den nächsten Gegner notwendig macht: den TV 05/07 Hüttenberg. Die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic überraschte in der vergangenen Woche mit der Verpflichtung des dreifachen Championsleague-Siegers Carlos Prieto (39) als Reaktion auf den langfristigen Ausfall zweier Kreisläufer. Prieto, der seine überaus erfolgreiche Profikarriere eigentlich 2016 beendet hatte, stand bis dahin u. a. in Barcelona und bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag und wird seiner neuen Mannschaft mit seiner Erfahrung sicherlich helfen können.

Das erste Spiel nach diesem Comeback gegen des ASV Hamm-Westfalen mussten die Mittelhessen allerdings noch ohne Zählbares beenden (22:25), aber zum einen war die Zeit mit dem neuen Team natürlich viel zu kurz, zum anderen schwimmt der ASV als Tabellenvierter auf einer kleinen Erfolgswelle (fünfter Sieg in Folge).

Schwartau will zurück in die Erfolgsspur

Auf die will sich auch der VfL Lübeck-Schwartau wieder begeben. Das Hinspielergebnis von 22:25 ist dabei Motivation und Warnung zugleich. Den schwachen Saisonstart hat der TVH verdaut und sich eine fast ausgeglichene Bilanz erarbeitet (11 Siege / 4 Unentschieden / 13 Niederlagen, Tabellenplatz 10). Der Erstliga-Absteiger setzt dabei auf einen ausgeglichenen Kader, in dem sich die Verantwortung des Torewerfens auf mehrere Schultern verteilt, und auf eine offensive 3-2-1-Deckung, die schon einige Angriffsreihen vor eine ungewohnte Herausforderung gestellt hat.

Jörg Engelhardt zum kommenden Gegner: „Neben der offensiven Deckung sehen wir besonders den erfahrenen Mittelmann Tomas Sklenak als Schlüsselelement. Er hat im Hinspiel klug die Fäden gezogen und seine Nebenleute gut eingesetzt. Darüber hinaus ist er auch selbst torgefährlich. Ihn gilt es, nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

Trainer Gerrit Claasen ist sich der Aufgabenstellung im Spiel gegen Hüttenberg bewusst. „Die Mannschaft verfügt über gute Spieler und gibt ein geschlossenes Bild ab. Wir werden mit unserem Team deutlich mehr investieren müssen als in dem vergangenen Spiel. Die Trainingswoche gibt auch ein erheblich positiveres Bild unserer Mannschaft ab. Wir wissen, was zu tun ist und sind bereit für das Spiel.“

Bei diesem Ansinnen wird zumindest Toni Podpolinski wieder unterstützen können, der rechtzeitig fit werden wird. Ob noch weitere Verletzte oder Erkrankte zurück kommen, entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn. Die Daumen aller, die es mit dem VfL halten, sind jedenfalls am 05.04. um 19.30 Uhr gedrückt.

2019-04-04T09:53:47+00:00Donnerstag, 4. April 2019|