Hungrige Tiger zu Gast beim Aufstiegsaspiranten

Der VfL Lübeck-Schwartau ist am siebten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga zu Gast bei der SG BBM Bietigheim. Nach zuletzt vier Siegen in Folge wollen die Lübecker auch beim Aufstiegsaspiranten in Bietigheim wieder punkten.

VfL-Trainer Piotr Przybecki haderte trotz des 23:21-Erfolgs gegen die Rimpar Wölfe auch am Montag noch etwas mit der Leistung seiner Mannschaft, denn über weite Strecken lief der VfL einem Rückstand hinterher und drehte die Partie erst in der Schlussphase. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan, hatten etwas Pech im Abschluss und haben ein paar schlechte Entscheidungen getroffen“, erklärt Przybecki. „In der Zweiten Halbzeit haben wir uns aber enorm gesteigert und das Spiel gedreht. Das zeigt, dass wir die nötige Power für 60 Minuten haben und selbst die schwierigen Momente gemeinsam überstehen können.“

Schon am Mittwoch geht es für den VfL weiter – und wieder wartet eine schwere Aufgabe. Zwar konnte die SG BBM Bietigheim in den ersten Spielen der Saison noch nicht überzeugen, dennoch hat der VfL-Coach großen Respekt vor dem kommenden Gegner. „Uns erwartet eine sehr ambitionierte Mannschaft, die nach dem etwas schwierigem Saisonstart wieder in die Erfolgsspur finden will. Sie mussten nach den ersten Spielen in eine Corona-bedingte Quarantäne und haben dann in Aue verloren. Ich erwarte eine motivierte Mannschaft, die im Heimspiel zu alter Stärke finden will.“

Doch nach vier Siegen in Folge wollen die Lübecker auch beim Aufstiegsaspiranten in Bietigheim selbstbewusst auftreten und mutig spielen. „Der Schlüssel zum Erfolg wird wieder eine sehr aggressive Deckung sein. Wir wollen Gegenstoßtore erzielen und über 60 Minuten kämpfen. Dann haben wir gute Chancen auf einen Erfolg“, so das Erfolgsrezept von Piotr Przybecki.

Die 700-Kilometer weite Reise nach Bietigheim tritt der VfL erstmals in dieser Saison nicht mit dem Mannschaftsbus, sondern mit dem Flugzeug an. Die Lübecker Fluglinie „Lübeck Air“ fliegt die Mannschaft am Mittwoch nach Stuttgart. „Das ist für uns eine optimale Lösung“, freut sich Przybecki. „Dadurch können wir eine professionelle Vorbereitung auf das Spiel gewährleisten und ausgeruht durchstarten.“

Nicht mit an Board sein werden die weiterhin verletzten Spieler Felix Kasch, Fynn Ranke und Jasper Bruhn. Bruhn zog sich im Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Rimpar eine Bänderverletzung zu.

Angepfiffen wird die Partie am Mittwoch um 19:30 Uhr in der Sporthalle am Viadukt.

2020-11-17T14:11:46+00:00Dienstag, 17. November 2020|