Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt bei den DJK Rimpar Wölfen mit 27:19 (13:11) und kassiert die zweite deutliche Niederlage in Folge. Der VfL scheiterte wie schon im Heimspiel gegen Dresden vor allem an der eigenen Chancenverwertung. 

Die Chancenverwertung hatte VfL-Trainer Piotr Przybecki als größtes Manko im Spiel gegen den HC Elbflorenz ausgemacht und auch gegen Rimpar taten sich die Lübecker in der Anfangsphase schwer. Erst nach acht Minuten besorgte Löfström den ersten Treffer für die Lübecker zum 2:1. Die Gastgeber überzeugten mit einer aggressiven 6:0-Abwehr, die dem VfL große Mühen bereitete.  In der Anfangsphase kamen die Wölfe so immer wieder zu einfachen Toren durch Tempogegenstöße – Stefan Valentin Neagu traf zum 5:2 (12.).

Die Wölfe, die unter der Woche ebenfalls eine deutliche Niederlage einstecken mussten, zeigten ein ganz anderes Gesicht als gegen den TV Emsdetten, fanden vorne gute Lösungen und stellten eine kompakte Abwehr. Auch nach 22 Minuten lag Rimpar mit drei Toren vorne – Löfström verkürzte auf 11:8.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit steigerte sich der VfL vor allem in der Defensive. Die Einwechslung von Jan Schult brachte mehr Stabilität, doch die Chancenverwertung blieb weiter ausbaufähig. Mit einem 13:11-Rückstand ging es aus Sicht der Lübecker in die Halbzeit. 

Mallwitz zieht VfL den Zahn

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war es vor allem Marino Mallwitz im Tor der Wölfe, der dem VfL das Leben schwer machte. Der ehemalige Schwartauer konnte sich mehrfach auszeichnen und hielt sein Team in Führung. Und trotzdem verkürzte der quirlige Schrader mit seinem dritten Treffer auf 16:15 (41.). 

Doch der VfL verpasste den Ausgleich, schwächte sich jetzt immer wieder mit Zeitstrafen und scheiterte vorne wiederholt am starken Mallwitz. Zehn Minuten vor Spielende zog Rimpar auf fünf Tore davon – Karle traf zum 21:16 (50.).

Und trotz des Rückstands hatte der VfL in der Schlussphase durchaus noch die Möglichkeit zurückzukommen – aber beste Chancen konnten nicht im Tor untergebracht werden. So konnte Rimpar den deutlichen Vorsprung halten. Auch die offensive Abwehr in den letzten Minuten brachte nicht den gewünschten Umschwung. Die Rimpar Wölfe siegten am Ende dank eines starken Marino Mallwitz (16 Paraden) und einer konstanten Leistung verdient mit 26:19.

„Am Ende ist das Ergebnis sicherlich etwas zu hoch ausgefallen“, analysierte Torhüter Dennis Klockmann nach dem Spiel. „Wir waren bereit zu kämpfen, haben es aber sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit nicht geschafft, den Start gut zu gestalten. Wir hatten Schwierigkeiten gegen deren Abwehr, kämpfen uns trotzdem ran, aber das Spiel kippt nicht. Wir haben uns da einfach nicht belohnt. Wir machen zu viele Fehler und der Gegner hatte natürlich eine sehr gute Torwartleistung.“