Knappe Niederlage – VfL unterliegt Emsdetten

Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt mit 24:25 (13:13) gegen den TV Emsdetten und muss die zweite Heimniederlage der Saison einstecken. In einer guten ersten Hälfte verpassten es die Lübecker, eine deutliche Führung herauszuspielen. In der zweiten Halbzeit präsentieren sich die Gäste aus Emsdetten dann als cleverere Mannschaft.

Am Freitag wurde Martin Waschul stolzer Vater, am Samstag war der Kapitän wieder an Bord, um sein Team in die Partie gegen den TV Emsdetten zu führen. Dafür gab es schon vor dem Spiel viel Applaus von den Rängen. Trainer Torge Greve gönnte dem frisch gebackenen Vater zunächst eine Pause, doch seine Teamkollegen legten einen optimalen Start hin. Genda, Metzner und Akerman brachten den VfL mit 3:0 in Führung (6.).

Jetzt fanden auch die Gäste langsam in die Partie, den Drei-Tore-Vorsprung konnten die Lübecker aber halten. Metzner besorgte den Treffer zum 6:3 (11.). TVE-Coach Daniel Kubes reagierte mit der ersten Auszeit. Und die Worte des Trainers zeigten Wirkung. Emsdetten fand jetzt im Angriff bessere Lösungen und kämpfte sich zurück ins Spiel. Dirk Holzner traf per Siebenmeter zum 7:7-Ausgleich (18.). Die Schwartauer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und meldeten sich mit zwei Toren in Folge zurück. Genda mit seinem vierten Treffer und Metzner mit seinem dritten Erfolgserlebnis stellten auf 9:7 (20.).

„Haben zu viele Chancen liegen lassen“

Es blieb ein umkämpftes Spiel, doch die Lübecker ließen in der Schlussphase der ersten Hälfte gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen. Emsdetten glich fünf Minuten vor der Halbzeit wieder aus (11:11). Nur zwei Minuten später stellte Sebastian Damm mit dem 13:11 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (27.). Doch in den letzten Minuten vor der Pause war es wieder die Chancenverwertung, die einen höheren Vorsprung verhinderte. „Wir haben in der ersten Hälfte zu viele Chancen liegen lassen. Da haben wir es verpasst, uns deutlicher abzusetzen“, sagte ein enttäuschter Fynn Ranke. Stattdessen glichen die Gäste wieder aus, mit 13:13 ging es in die Pause.

Die Chancenverwertung – beide Mannschaften leisteten sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich mehrere Fehlwürfe. Erst in der 34. Minute landete der Ball wieder im Netz – Marten Franke traf zum 14:13, die erste Führung der Gäste.

Der VfL tat sich im Angriff nun schwer gegen die offensive Deckung der Emsdettener und hatte auch in der Abwehr keine Lösungen. Der TVE setzte sich auf 17:14 ab (40.). Torge Greve reagierte mit einer Auszeit. „Wir hatten zu wenig Ruhe im Spiel, haben oft zu hektisch gespielt“, so der VfL-Coach.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Die Lübecker konnten jetzt zwar durch Akerman schnell wieder auf 18:17 (47.) verkürzen, bissen sich dann aber immer wieder die Zähne an der offensiven 3-2-1-Deckung der Emsdettener aus. Der TVE legte eine Drei-Tore-Serie hin, Dirk Holzner traf zum 21:17 (49.). Trotz Überzahl agierte das Greve-Team immer wieder überhastet und lief dem Rückstand hinterher. Nach dem 22:18 (52.) begann die Aufholjagd. Greve brachte jetzt immer wieder den siebten Feldspieler und der VfL kämpfte sich wieder ran. Fünf Minuten vor dem Ende donnerte Metzner die Kugel zum 23:21 in die Maschen. Wenig später erzielte Thees Glabisch den Anschlusstreffer – und die Hansehölle kochte (58). „Positiv ist, dass wir nicht aufgegeben haben und zurück gekommen sind, aber am Ende hat es leider nicht gereicht“, analysierte Fynn Ranke.

Die Gäste zeigen sich trotz der hitzigen Atmosphäre abgeklärt und spielten die Zeit clever runter. Ein Siebenmeter brachte den TVE wieder mit zwei Toren in Führung. Metzner verkürzte noch auf 25:24 – doch dabei blieb es. „Am Ende war es eine verdiente Niederlage. Emsdetten hat eine starke Leistung gezeigt, wir haben unsere Chancen nicht genutzt, waren in der Abwehr nicht stabil genug und haben auch das Torhüter-Duell klar verloren“, so Torge Greve.

 

 

 

 

 

 

 

2018-04-28T21:16:24+00:00Samstag, 28. April 2018|