Letzes Heimspiel des Jahres gegen HC Elbflorenz

Dresden kommt mit viel Rückenwind nach Lübeck. Den spürt auch der VfL Lübeck-Schwartau nach zuletzt drei Siegen in Folge.

Vor dem Blick auf das kommende Heimspiel gönnen wir uns noch eine Rückschau auf das letzte Auswärtsspiel gegen den HSV Hamburg – ein Spiel, das in mehrerer Hinsicht beachtlich war. Zum einen bot die Partie sportlich alles, was ein Derby braucht: Tempo, Kampf, tolle Tore, starke Abwehrreihen und coole Keeper. Darüber hinaus war der Ausgang aus Schwartauer Sicht natürlich mehr als erfreulich (21:18). Und last but not least war die Unterstützung der Fans überragend (O-Ton Torge Greve). Knapp 500 VfL-Anhänger trugen nicht nur zu einer tollen Stimmung in der Halle bei, sondern auch ihr Team zum Sieg! Das schreit geradezu nach einer Wiederholung – vielleicht noch in dieser Saison?

Nun aber zum kommenden Gegner, dem Handballclub Elbflorenz Dresden. Die Sachsen, die im Sommer in ihre zweite Zweitliga-Saison starteten, setzen auf Beständigkeit. Personell fast unverändert gingen die Dresdner das Saisonziel Klassenerhalt an. Zum einen sehen die Verantwortlichen im aktuellen Kader hohes Entwicklungspotenzial, zum anderen wollten die Dresdner mit einer eingespielten Mannschaft in die Saison gehen, um mindestens das Ergebnis der letzten Spielzeit (Platz elf) zu wiederholen. Langfristig soll das Handball-Projekt der Elbstädter in der ersten Bundesliga ankommen.

Aktuell besteht allerdings noch eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Mannschaft von Christian Pöhler rangiert zurzeit auf Tabellenplatz 17. Der Grund dafür dürfte im Auftaktprogramm liegen: Coburg, Essen, Balingen, Hamm, Ferndorf, Lübbecke waren sechs der ersten acht Gegner – die Gestalter des Spielplans hätten aus Dresdner Sicht bestimmt ein glücklicheres Händchen beweisen können. Aber der HC hat sich von den schwierigen Startbedingungen nicht entmutigen lassen, siegte in den letzten fünf Spielen vier Mal.

Torge Greve lässt sich nicht von der Tabelle täuschen

Der VfL-Trainer weiß um die Stärken der Dresdner: „Elbflorenz ist sicherlich schwer in Tritt gekommen, aber die Leistungsfähigkeit dieser Mannschaft darf man nicht am aktuellen Tabellenplatz festmachen. Sie haben einen Lauf, holten aus den letzten sieben Spielen 10:4 Punkte. Unsere Bilanz ist mit 8:6 sogar etwas schlechter. Das wird eine knifflige Aufgabe.“

Die Basis für die jüngste Erfolgsserie sieht der Lübecker Trainer im hohen Spieltempo der Gäste: „Dresden verfügt über gute Individualisten. Hinzu kommt, dass sie physisch sehr stark sind und ausgesprochen schnell spielen. Sie kommen über eine gute erste und zweite Welle. Die müssen wir stoppen.“

Die Zuschauer erwartet also ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Das entspräche auch den beiden bisher gespielten Partien. In Lübeck konnte Dresden kurz vor Schluss ausgleichen, im Rückspiel erzielte Toni Podpolinski kurz vor Ultimo den Ausgleich. Beide Mannschaften warten also auf den ersten Sieg im direkten Duell.

Spielvorbereitung des VfL etwas holprig

„Uns fehlen weiterhin Podpolinski, Möller, Damm und Claasen. Das kennen wir ja bereits“, so Greve zur Trainingswoche. „Eine kleine Erkältungswelle hat darüber hinaus einen geregelten Trainingsbetrieb unmöglich gemacht.“

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Unterstützung der VfL-Fans noch einmal an Bedeutung. Greve dazu: „Das Hamburg-Spiel müssen wir unbedingt vergolden. Da hat uns die Stimmung unserer Fans gerade beim Stand von 17:17 noch einmal richtig gepusht. Es wäre super, wenn die Zuschauer auch am Freitag wieder richtig viel Lärm machen würden. Wir werden uns im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal zerreißen. Das ist unser Dankeschön für die bisherige Unterstützung. Es wäre toll, wenn auch die Ränge noch einmal brennen würden.“

 

 

2018-12-13T21:07:07+00:00Donnerstag, 13. Dezember 2018|