Der VfL Lübeck-Schwartau bezwingt den TV Hüttenberg mit 25:22 (13:9) und feiert den neunten Heimsieg in Folge. Eine stabile Abwehr und ein starker Lindskog Andersson (8 Tore) führten den VfL in einer bis zum Ende spannenden Partie zum Erfolg.

Wie schon in den Heimspielen gegen Hamm-Westfalen und den Dessau-Roßlauer HV legte der VfL einen bärenstarken Start hin. Klockmann vernagelte seinen Kasten und vorne fand das Przybecki-Team gute Lösungen. Löfström traf nach sieben Minuten zum 4:0 für den VfL.

Erst nach knapp acht Minuten fanden auch die Gäste ins Spiel, die die VfL-Abwehr mit einem beweglichen Angriff aus der Ordnung brachten. Vorne hatte Przybecki sein Team gut auf die offensive 3-2-1-Abwehr von Hüttenberg vorbereitet – Raguse feuerte die Kugel zum 8:4 in die Maschen (15.).

Die Lübecker dominierte die Partie, überzeugten defensiv und hätten die Führung bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch deutlicher gestalten können. Dennoch besorgte Löfström den Fünf-Tore-Vorsprung – 12:7 (27.). Beim Stand von 13:9 ging es in die Pause.

Hüttenberg kämpft sich zurück

Zu Beginn der zweiten Hälfte war plötzlich Sand im Getriebe des Lübecker Angriffsmotors. Lindskog Andersson und Co. taten sich schwer gegen die Deckung der Gäste oder scheiterten am starken Torhüter Plaue (16 Paraden). Nach knapp zwölf Minuten verkürzte der TVH durch Rompf auf 15:14 (40.).

Doch die Lübecker konnten den Schalter jetzt wieder umlegen und sich auf die Treffsicherheit von Siebenmeterschütze Lindskog Andersson verlassen, der den Vorsprung mit zwei Treffern in Folge wieder ausbaute – 17:14 (45.). Auf der anderen Seite scheiterte Hüttenberg zweimal vom Siebenmeterstrich an der Latte und Klockmann. Bruhn erhöhte im Gegenzug auf 19:15 (48.).

Spannende Schlussphase

Hüttenberg gab sich aber keinesfalls geschlagen – und kämpfte sich in Überzahl zurück ins Spiel. Klein traf nur drei Minuten später zum 19:19-Ausgleich (52.) und läutete damit eine spannende Schlussphase ein. 

Beim Stand von 24:22 90 Sekunden vor dem Ende zog TVH-Coach Wohlrab noch einmal eine Auszeit, um sein Team für die restliche Spielzeit einzustellen. Doch der VfL behielt die Nerven, blieb bis zum Ende ohne weiteres Gegentor und sicherte sich den 25:22-Erfolg. 

VfL-Trainer Piotr Przybecki: Wir haben wieder eine kompakte Abwehr gestellt und haben besonders in der Anfangsphase richtig guten Handball gespielt. Leider haben wir dann zu viele Chancen liegen lassen und Hüttenberg damit die Möglichkeit gegeben, wieder ranzukommen. Dadurch ist es in der Schlussphase noch einmal spannend geworden. Am Ende sind wir glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben.