29:26-Heimsieg gegen den TV Großwallstadt

Der VfL Lübeck-Schwartau bezwingt den TV Großwallstadt mit 29:26 (15:13) und feiert nach drei sieglosen Heimspielen wieder einen doppelten Punktgewinn vor heimischer Kulisse. Eine geschlossene Mannschaftsleistung war der Grundstein zum Erfolg, mit Löfström, Gonschor und Schrader erzielten gleich drei Spieler fünf Tore.

Der „Heimfluch“ sollte gebrochen werden – dafür ergriff VfL-Trainer Michael Roth sogar Maßnahmen außerhalb des Spielfelds. Die Lübecker zogen in die Gästekabine und auch das Aufwärmen fand auf der ungewohnten Spielfeldhälfte statt – so wollte der VfL ein Auswärtsgefühl herstellen. Und auch wenn der Cheftrainer krankheitsbedingt nicht in der Halle sein konnte, zeigten die Änderungen Wirkung. Wie schon in Emsdetten spielte der VfL mit dem siebten Feldspieler und zwei Kreisläufern, stellte eine kompakte Abwehr mit einem starken Mex Raguse im Mittelblock und hatte einen gut aufgelegten Dennis Klockmann im Tor. So konnten sich das von Gerrit Claasen betreute Team schnell absetzen – Löfström erzielte vom Kreis das 8:3 (14.). TVG-Trainer Maik Handschke nahm seine erste Auszeit.

Großwallstadt kämpft sich zurück

Und die Unterbrechung sorgte für einen kleinen Bruch im Spiel der Lübecker, zumindest die Effektivität in der Chancenverwertung ging verloren. Die Gäste erarbeiteten sich immer wieder Siebenmeter oder erzielten einfache Treffer über die zweite Welle – Pierre Busch traf von außen zum 9:8-Anschlusstreffer (21.). Jetzt war es Gerrit Claasen, der Redebedarf anmeldete.

Offensiv agierten die Lübecker nun ohne den siebten Feldspieler, hatten dafür gute Lösungen aus dem Rückraum. Dennoch blieben die Gäste dran, fanden immer wieder Lücken in der VfL-Deckung. Acht Sekunden vor dem Ende verkürzte Bandlow zum 15:13-Pausenstand.

VfL dominiert zweite Hälfte

Wie schon zu Beginn des Spiels war der VfL auch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte die dominierende Mannschaft, gab der TVG-Offensive kaum Entfaltungsmöglichkeiten, hatte mit Klockmann einen sicheren Rückhalt und erzeugte vorne von allen Positionen Torgefahr. Fynn Gonschor baute die Führung mit einem Wurf aus spitzem Winkel zum 21:16 wieder auf fünf Tore aus (41.). Kurz darauf wurde Löfström von Klima freigespielt und der Schwede erhöhte auf 22:16 (42.).

Und im Gegensatz zur ersten Hälfte ließ sich der VfL nicht aus dem Konzept bringen, sondern spielte konsequent weiter und baute den Vorsprung weiter aus. Fynn Gonschor war zum 25:17 erfolgreich (46.) und besorgte die Acht-Tore-Führung.

Mit der Führung im Rücken schlichen sich plötzlich Fehler in das Spiel des VfL ein, leichtsinnig gaben die Lübecker die Bälle aus der Hand oder Adanir im Tor der Gäste parierte. Großwallstadt meldete sich mit Tempo zurück, Pierre Busch verkürzte zum 27:22 (51.). In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch, auch weil VfL-Trainer Gerrit Claasen kräftig durchwechselte. Am Ende gewannen die Lübecker verdient mit 29:26 gegen den TV Großwallstadt.

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