Gründonnerstag-Duell: VfL trifft auf Eintracht Hagen

Am Gründonnerstag reist der VfL Lübeck-Schwartau nach Südwestfalen zum Tabellenvierten VfL Eintracht Hagen. Anwurf in der Hagener Ischelandhalle ist um 19 Uhr.

Die Lübecker Fans haben gute Erinnerungen an den VfL Eintracht Hagen - das Hinspiel in der Hansehalle gewann der VfL souverän mit 37:30. Doch davon hat sich die Mannschaft von Trainer Stefan Neff längst erholt. Die Südwestfalen stehen auf dem vierten Tabellenplatz und führen mit 32:18 Punkten das Verfolgerfeld um den Aufstieg an. Die Hagener sind die zweitbeste Rückrundenmannschaft und haben aus den letzten zehn Spielen 18 Punkte geholt - nur gegen Nordhorn ließ das Neff Team Punkte liegen. Mit neun Siegen in Folge kann sich auch die Heimbilanz der Hagener sehen lassen. Möglich macht dies auch die Offensivleistung, denn mit 787 erzielten Toren stellt die Eintracht nach Hamm-Westfalen den erfolgreichsten Angriff der Liga. „Hagen ist eine Mannschaft, die gerade im Angriff wahnsinnig viel individuelle Qualität hat, mit viel Erstliga Erfahrung, was schon sehr ungewöhnlich in der zweiten Liga ist“, weiß David Röhrig.

 

Bester Torschütze der Hagener ist Rechtsaußen Pierre Busch mit 111 Treffern. Zusammen mit Hakon Styrmisson, der mit 104 Treffern auf Platz zwei der internen Torschützenliste liegt, stellt die Eintracht die zweitmeisten Tore von außen der Liga. Aber auch der Rückraum von Stefan Neff ist gut besetzt. „Das Spiel wird sehr über den starken Rückraum dominiert, sei es Vorlicek, sei es Norouzi, sei es Alexander Weck, der in der laufenden Saison vom BHC aus der Bundesliga gekommen ist“, weiß der Lübecker Trainer. „Darüber hinaus haben sie aber auch sehr konterstarke Außenspieler und körperlich präsente Kreisläufer, wo sie auch breit besetzt sind“, fügt Röhrig hinzu. Pouya Norouzi zeigte bereits im Hinspiel gegen Lübeck, wie torgefährlich er ist - neun seiner 86 Tore erzielte der Iraner im linken Rückraum in der Hansehalle und bereitete insgesamt weitere 45 vor. Mit nur einem Treffer weniger überzeugte auch Philipp Vorlicek in Lübeck, wo der Rückraum Rechte acht seiner 85 Tore erzielte. Im Tor des VfL steht mit Maurice Paske der neuntbeste Torhüter der Liga, der allerdings im Hinspiel mit sechs von insgesamt 181 Paraden eine eher schwächere Leistung als Paul Dreyer mit 17 Paraden zeigte.

 

„Können mit breiter Brust nach Hagen fahren“

Nach dem fünften Heimsieg in Folge, wollen die Lübecker auch in der Ferne erfolgreich sein. Allerdings kommen die personellen Sorgen noch hinzu „Es wird eine Aufgabe, die schwierig zu lösen sein wird, da wir personell noch geschwächter sind als am Wochenende“, sagte David Röhrig. Der Schwartauer Trainer weiß aber auch: „Wir haben nichts zu verlieren und können mit breiter Brust nach Hagen fahren. Dort wollen wir einen heißen Kampf liefern, dass wir das Spiel offenhalten und Hagen vor eine schwierige Aufgabe stellen, um dann zugucken, ob wir es hinten raus für uns entscheiden können.“

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