Nach einem starken Comeback in der Crunchtime erkämpft sich der VfL Lübeck-Schwartau ein 28:28-Unentschieden und bleibt damit trotz der Verletzungsproblematik auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Ole Hagedorn war mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze der Lübecker, Mark Ferjan parierte auf der anderen Seite 15-mal.
Das Spiel begann mit hohem Tempo und schnellen Toren auf beiden Seiten. Bereits in der zweiten Minute traf Lukas Emdorf zum 3:2. Auch danach brauchten beide Mannschaften nur wenig Zeit für einen Torerfolg. Einar Nickelsen gelang nach einem Ballgewinn in der Defensive der direkte Doppelschlag zum 6:5. Zum ersten Ausgleich traf Alexander Hartwig nach 13 Minuten. Kurz danach erzielte er ebenfalls den ersten Lübecker Führungstreffer zum 8:9. Mit einem starken Freiwurf nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich der Eagles traf Hagedorn, der den Ball über den Krefelder Block setzte, den VfL-Vorsprung wieder auf 12:14 (24.). Doch die Mannschaft vom Niederrhein kam wieder ins Spiel und traf kurz vor dem Pausenpfiff zum 16:14-Halbzeitstand.
Den ersten Treffer nach der Pause erzielte Jan-Eric Speckmann zum 17:15, doch die zweite Hälfte startete insgesamt wenig erfolgreich für die verletzungsgebeutelten Hanseaten. Die Aufsteiger aus dem letzten Jahr erhöhten nach 37 Minuten auf 20:15. Trotz Unterzahl gelang Paul Holzhacker sechs Minuten später per Tempogegenstoß der 22:19-Anschlusstreffer. Nach einem erneuten Fünf-Tore-Rückstand verkürzte der VfL mit einem guten Schlussspurt und guter Moral – auch dank starker Paraden von Mark Ferjan – auf 26:24. Nickelsen komplettierte in der 51. Minute den 6:1-Lauf und läutete damit die Crunchtime ein. Vier Minuten später verkürzte der aktuelle Kapitän Speckmann, der weiterhin den verletzten Janik Schrader vertritt, auf 27:26. Ole Hagedorn erzielte dann vier Minuten vor Schluss den ersten 27:27-Ausgleich seit Ende der ersten Halbzeit. Zu Beginn der letzten Spielminute war es erneut Hagedorn, der zum 28:28 traf. In der Defensive holte sich der VfL mit sechs Sekunden Rest auf der Uhr den Ball, doch das reichte am Ende nicht für einen Lübecker Sieg.
„Spricht für den Charakter der Mannschaft“
Nach starken Leistungen besonders in der Defensive in der Crunchtime bleibt der VfL auch im vierten Spiel in Serie ungeschlagen „Wenn man sich die Partie anguckt, ist es ein wahnsinnig überraschender und glücklicher Punkt für uns. Man hat einfach super stark gemerkt, wie ersatzgeschwächt wir im Rückraum waren und dass wir keine Wechseloptionen hatten. Dann wird es natürlich brutal schwierig, was wir heute auch gemerkt haben. Aber es spricht auch für den Charakter der Mannschaft, dass sie sich, angeführt durch die Paraden von Mark Ferjan, noch einmal so zurückgekämpft und hier einen Punkt geholt hat. Und das gegen das Krefelder Team, das seit fünf Spielen ungeschlagen ist, zu Hause und das man nicht am aktuellen Tabellenplatz messen kann“, sagte der Lübecker Trainer David Röhrig nach dem Spiel
Inklusionsspieltag am 01.05. – Ein Abend, der verbindet
Beim kommenden Heimspiel gegen TuSEM Essen am Freitag, dem 01.05.2026, steht alles im Zeichen des diesjährigen Inklusionsspieltags. Noch vor dem Anpfiff der Bundesliga-Partie gehört die Bühne den Inklusionsmannschaften. Die Teams des TuS Lübeck und der HSG Tills Löwen 08 aus Mölln eröffnen den Abend mit ihrem Spiel und setzen damit ein starkes Zeichen für Vielfalt und Miteinander. Die Tore der Hansehalle öffnen an diesem Tag bereits um 17:00 Uhr, eine halbe Stunde früher als gewohnt. Um 17:10 Uhr beginnt das Inklusionsspiel, bevor um 19:00 Uhr das Duell VfL Lübeck-Schwartau gegen TuSEM Essen angepfiffen wird. Sichert euch jetzt eure Tickets unter www.hansehoelle.de, in der Geschäftsstelle (Brockesstraße 69, 23554 Lübeck) oder an allen Eventim-Vorverkaufsstellen!