„Müssen schnell unsere Lehren ziehen“ – 17:26-Niederlage in Hüttenberg

Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt beim TV Hüttenberg nach einer enttäuschenden zweiten Halbzeit mit 17:26 (10:9). Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit verloren die personell stark geschwächten Lübecker im zweiten Durchgang im Angriffsspiel den Faden und mussten am Ende eine deutliche Niederlage hinnehmen.

David Röhrig musste in Hüttenberg gleich auf eine ganze Reihe seiner Leistungsträger verzichten, neben den langzeitverletzten Horner und Ciudad fehlten auch Finn Kretschmer und Dennis Klockmann krankheitsbedingt, dazu konnte Einar Nickelsen die Reise aufgrund einer Zerrung nicht mit antreten. Kurz vor Spielbeginn meldete sich auch noch der angeschlagene Vojtech Patzel ab – das Knie ließ einen Einsatz nicht zu.

Starker Dreyer bringt VfL in Front

Und dennoch kam der VfL zunächst gut in die Partie, vor allem weil Paul Dreyer im Tor seine zuletzt starke Form auch in Hüttenberg abrufen konnte – der VfL-Schlussmann sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Lübecker sich prompt einen Vorsprung herausspielen konnten – Ole Hagedorn besorgte per Tempogegenstoß die 4:2-Führung (8.). Auch die Abwehr vor Dreyer präsentierte sich kompakt und beweglich, stellte den Hüttenberger Angriff vor Probleme und ließ kaum Gegentore zu – Bruhn erhöhte auf 6:3 (12.).

Ausgerechnet eine Auszeit von David Röhrig brachte die Tiger allerdings aus dem Konzept. Vor allem offensiv machte der VfL plötzlich technische Fehler, nahm überhastete Würfe oder scheiterte am stärker werdenden Grazioli im Tor des TVH. Mit drei Treffern in Serie glich Hüttenberg wieder aus (21.). Bei beiden Mannschaften machte sich das Fehlen einiger Leistungsträger bemerkbar, Fehlwürfe und technische Fehler schlichen sich auf beiden Seiten immer wieder ins Spiel ein, viele Tore bekamen die Zuschauer im Sportzentrum Hüttenberg nicht zu sehen. Verlassen konnten sich die Schwartauer weiterhin auf Paul Dreyer, der eine Hüttenberger Führung mehrfach verhinderte. Stattdessen traf Vésteinsson Östenberg Sekunden vor der Pause zum 10:9-Halbzeitstand.

Keine Wurfeffektivität

Trotzdem hatten die Lübecker zu Beginn des zweiten Durchgangs weiterhin Probleme im Angriffsspiel, ließen beste Möglichkeiten liegen. Hüttenberg hingegen kam besser ins Spiel und ging durch den Treffer von Ian Weber zum 11:12 erstmals im Spiel in Führung (37.). Mit der Halle im Rücken setzte der TVH nach, spielte sich binnen weniger Minuten eine 11:14-Führung heraus (39.) – Auszeit Röhrig. Doch die Worte des Trainers fanden keine Wirkung, denn die Lübecker vergaben weiterhin ihre Chancen und auch Paul Dreyer konnte nicht an die Leistung aus dem ersten Durchgang anknüpfen. Hüttenberg erhöhte durch Weber auf 12:17 (42.).

Dem personell angeschlagenen VfL schien die Kraft auszugehen, blieb weiterhin glücklos im Abschluss und konnte den Rückstand nicht mehr verkürzen. Auch mit dem siebten Feldspieler fanden die Lübecker kaum Lösungen. Nur sieben Treffer gelangen dem Röhrig-Team in der zweiten Halbzeit – zu wenig, um in Hüttenberg zu punkten. Am Ende unterlag der VfL deutlich mit 17:26.

"Haben im Angriff zu keinem Zeitpunkt auf die Platte gefunden"

„Normalerweise sind wir stark gegen offensive Abwehrreihen, die Ausfälle von Nickelsen, Patzel und Horner wiegen heute schon sehr schwer, das hat man gesehen. Wir haben im Angriff heute zu keinem Zeitpunkt auf die Platte gefunden“, resümierte VfL-Trainer David Röhrig nach dem Spiel. „In der ersten Halbzeit hat unsere starke Abwehr und unser starker Torhüter das kompensiert, da haben wir leider im zweiten Durchgang nachgelassen. Hinten raus hätten wir disziplinierter agieren müssen – daraus müssen wir schnell unsere Lehren ziehen.“

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