VfL unterliegt 31:35 bei Panzer-Debüt gegen Bietigheim

Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt der SG BBM Bietigheim mit 31:35 (18:16). Nach einer überragenden Anfangsphase und einer starken ersten Halbzeit setzten die Gäste aus Bietigheim im zweiten Durchgang die entscheidenden Akzente und nutzen die VfL-Fehler konsequent aus. Bester Torschütze des VfL war Niels Versteijnen mit acht Treffern.

Einen besseren Einstand hätte es für Ariel Panzer kaum geben können. Der 48-jährige Torhüter, der erst am Freitag verpflichtet wurde und zuvor keine einzige Trainingseinheit absolvierte, vernagelte direkt seinen Kasten, parierte sogar einen Siebenmeter von Weßeling. Und die Halle feierte ihren einstigen Publikumsliebling.

VfL startet furios

Vorne zeigte sich der VfL spielfreudig und treffsicher. Die kompakte Abwehr fing die Bälle ab und so liefen die Lübecker immer wieder Tempogenstöße. Gonschor besorgte so die 5:0-Führung, Klima erhöhte wenig später auf 7:1 (9.) und Kretschmer auf 8:1 (11.) – SG-Coach Romero zog schon jetzt seine zweite Auszeit.

Erst jetzt kamen die Gäste besser in die Partie, profitierten von technischen Fehlern der Lübecker und nutzen eine Zeitstrafe gegen Fynn Gonschor, um den Rückstand zu verkürzen. Paco Barthe verkürzte nach einem Gegenstoß auf 10:7 (20.). Der VfL tat sich zunehmend schwerer gegen die gut organisierte und aggressive Abwehr der Gäste, ließ vorne Chancen liegen und bekam defensiv kaum noch Zugriff auf das Tempospiel der SG. Bietigheim erzielte drei Minuten vor der Pause den 15:14-Anschlusstreffer.

Die erste Halbzeit endete, wie sie begonnen hatte – mit einer Parade von Ariel Panzer. Der Keeper hielt die Zwei-Tore-Führung fest. Markus Hansen hatte zuvor per Siebenmeter zum 18:16 getroffen (30.).

Bietigheim wird immer stärker

Es ging temporeich weiter im zweiten Durchgang, der VfL legte stets vor, Bietigheim zog nach. Erst eine Zeitstrafe gegen den VfL brachte Bietigheim schließlich den ersten Ausgleich im Spiel – Jonas Link traf aus dem Rückraum zum 24:24 (42.).

Und plötzlich lief beim VfL nichts mehr zusammen – und bei Bietigheim funktionierte alles. Poltrum im Tor parierte mehrfach und Bietigheim setzte sich auf drei Tore ab. De la Pena knallte die Kugel aus dem Stand aus zehn Metern in den Winkel zum 24:27 (47.).

Der VfL blieb dran, kämpfte sich wieder zurück ins Spiel, vergab aber erneut beste Möglichkeiten. Auf der Gegenseite blieb das Romero-Team nervenstark und erhöhte den Vorsprung auf 33:28 (56.). Am Ende gewann die SG BBM Bietigheim die Partie nach einer temporeichen und emotionalen Partie mit 31:35.

„Zu viele Fehler“

VfL-Trainer Piotr Przybecki sagte nach dem Spiel: „Wir haben richtig gut begonnen und hatten mit Ariel Panzer einen starken Rückhalt, der auch die Halle euphorisiert hat. Es war klar, dass Bietigheim irgendwann zurückkommt, aber leider haben wir in der zweiten Halbzeit erneut zu viele technische Fehler gemacht und zu viele Chancen vergeben.“

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