Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt im Jubiläumsspiel gegen den TSV Bayer Dormagen mit 27:32 (13:15). Die Lübecker konnten nicht an die gewohnte Abwehrleistung anknüpfen und hatte auch offensiv nicht die nötige Wurfeffektivität. Die Gäste aus Dormagen erwischten hingegen einen optimalen Abend.

Der VfL strahlte in den gelb-schwarzen Jubiläumstrikots, doch den besseren Start erwischten die Gäste aus Dormagen. Die Lübecker offenbarten in der Abwehr Lücken und ließen vorne Chancen liegen. Dormagen setzte sich durch den Treffer von Tim Mast zum 6:3 mit drei Treffern ab (8.). „Die Verunsicherung nach der Niederlage in Aue war spürbar, wir haben etwas gebraucht, bis wir im Spiel waren“, analysierte VfL-Trainer Przybecki.

Der VfL ließ sich davon nicht beeindrucken und meldete sich schnell zurück. Die Abwehr stand jetzt kompakt, Borchert parierte einen Siebenmeter von Richter und Löfström besorgte schließlich den 6:6-Ausgleich (16.).

Dormagen bleibt spielbestimmend

Das Spiel völlig offen, doch durch Zeitstrafen schwächte sich der VfL immer wieder selbst. Und trotz einer doppelten Unterzahl blieben die Lübecker dran – Versteijnen knallte bei drohendem Zeitspiel einen Freiwurf zum 12:13 in die Maschen (26.). Angetrieben vom starken Benjamin Richter, der mit Toren und Anspielen glänzte, hatte Dormagen immer eine Antwort auf die Treffer des VfL und blieb daher in Führung – 15:13 hieß es nach 30 Minuten.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte ging wieder an die Gäste. Die Lübecker vergaben erneut beste Möglichkeiten und hatten gegen den beweglichen Angriff der Dormagener zu oft das Nachsehen – Patrick Hüter baute die Führung mit dem Treffer zum 20:16 weiter aus (39.).

Es blieb dabei: Dormagen war die effektivere Mannschaft, kam immer wieder zu einfachen Toren und hatte auch das nötige Glück im Abschluss. Die Lübecker hingegen scheiterten zu oft an TSV-Schlussmann Bartmann. Zehn Minuten vor dem Ende erhöhte Reimer per Siebenmeter auf 26:20.

„Gehen auf dem Zahnfleisch“

In der Schlussphase versuchte das Przybecki-Team noch einmal alles, offensive Abwehr, Manndeckung – doch Dormagen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und feierte am Ende einen verdienten 32:27-Erfolg.

„Wir haben heute nicht die nötige Abwehr- und Torhüterleistung auf den Platz bringen können“, haderte Przybecki nach dem Spiel. „Auch im Angriff hatten wir nicht die Effektivität, die wir gebraucht hätten. Insgesamt hat bei Dormagen heute alles funktioniert, abgefälschte Würfe sind im Tor gelandet. Man darf auch nicht vergessen, dass wir einige Ausfälle haben und mittlerweile personell auf dem Zahnfleisch gehen.“