Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt beim TSV Bayer Dormagen mit 24:22 (13:12) und rutscht in der Tabelle auf den fünften Platz ab. Gegen starke Dormagener musste sich der VfL am Ende vor allem aufgrund der schwachen Chancenverwertung geschlagen geben.

Insgesamt 22 Fehlwürfe waren zu viel, um in Dormagen zu punkten, das war auch VfL-Trainer Piotr Przxbecki nach dem Abpfiff bewusst. „Wir haben kämpferisch eine gute Leistung gezeigt, haben aber leider zu viele Chancen vergeben. Da waren wir nicht clever genug“, resümierte der Coach der Lübecker.

Dabei war sein Team in der ersten Halbzeit gut im Spiel und kam immer wieder über die Außen Fynn Gonschor (fünf Tore) und Finn Kretschmer (sechs Tore) zum Erfolg. Dormagens Abwehr machte es dem VfL-Rückraum um Julius Lindskog Andersson extrem schwer und offenbarte nur auf den Außenpositionen Lücken. Torhüter Dennis Klockmann zeigte eine gewohnt starke Leistung und hielt sein Team auf Kurs (14 Paraden), obwohl die Lübecker im Angriff schon jetzt einige Würfe über das Tor setzten.

Nach einer Dreiviertelstunde war die Partie beim Stand von 16:16 noch immer komplett offen, doch dann zogen die Gastgeber mit einem Vier-Null-Lauf davon – und sollten diesen Vorsprung bis zum Ende halten können. Die Lübecker spielten sich jetzt immer wieder beste Möglichkeiten heraus, konnten die teilweise freien Bälle aber zu selten im Tor des in der zweiten Halbzeit starken Martin Juzbasic unterbringen. Am Ende musste sich der VfL mit 23:20 geschlagen geben und die weite Heimreise ohne Punkte antreten.

Weihnachtsspiel gegen Hüttenberg

Nun soll die Mannschaft die Niederlage durch ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie schnell abhaken, denn schon am Samstag geht es für den VfL weiter in der 2. Bundesliga, der TV 05/07 Hüttenberg ist zu Gast in der Lübecker Hansehalle. Die Hüttenberger haben bisher eine durchwachsene Saison gespielt und stehen mit 9:17 Punkten im Tabellenkeller. Zuletzt feierte der TVH aber zwei Siege in Folge. Auswärts in Großwallstadt und im Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen waren die Hüttenberger erfolgreich. „Das ist eine gefährliche Mannschaft“, weiß Przybecki und warnt vor dem kommenden Gegner. „Die haben jetzt langsam ihre Form gefunden und wollen sicherlich auch bei uns punkten. Wir brauchen wieder volle Konzentration und die nötige Aggressivität, um erfolgreich zu sein.“

Anwurf der Partie am zweiten Weihnachtstag ist um 16:30 Uhr – leider weiterhin ohne Zuschauer. Das Spiel wird aber ab 16 Uhr bei vfl-tv.com im Livestream zu sehen sein.