Der VfL Lübeck-Schwartau und der ThSV Eisenach trennen sich mit 30:30 (16:13)-unentschieden. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden und umkämpften Partie erzielte Lindskog Andersson den Ausgleich mit der Schlusssirene und sicherte dem VfL einen Auswärtspunkt. 

Den letzten Wurf des Spiels sollte eigentlich Niels Versteijnen nehmen, doch der Niederländer blieb in der Abwehr der Eisenacher hängen. Also passte Versteijnen den Ball zu Julius Lindskog Andersson, der aus dem Stand trocken in den Winkel traf.

Kaum Tore in der Anfangsphase 

Den Start in die Partie hatte sich VfL-Trainer Piotr Przybecki anders vorgestellt, denn sein Team tat sich gegen die aggressive Abwehr der Gastgeber schwer und konnte kaum Chancen kreieren. Jasper Bruhn erzielte in der zehnten Minute erst den zweiten Treffer für den VfL zum 4:2.

Hinten kassierten die Lübecker immer wieder einfache Tore nach Gegenstößen. Das Tempospiel der Eisenach konnte das Przybecki-Team in der Anfangsphase viel zu selten unterbinden. Nach dem 6:2 von Weyhrauch nahm Przybecki die erste Auszeit.

Versteijnen und Raguse bringen Schwung

Mit Raguse und Versteijnen im Rückraum präsentierte sich der VfL jetzt torgefährlicher und konnte den Rückstand verkürzen: Löfström traf nach einem Tempogegenstoß zum 10:8 (21.). Doch die zuletzt so starke Schwartauer-Abwehr bekam weiterhin nicht den nötigen Zugriff. Eisenach konnte sich schnell wieder auf vier Tore absetzen – Ante Tokic traf zum 14:10 (27.).

Einen weiteren Rückschlag musste der VfL noch vor der Pause hinnehmen: Nach einer unglücklichen Abwehraktion von Martin Waschul sah der Kapitän des VfL die Rote Karte. Lindskog Andersson verkürzte nach dem Pausensignal per Siebenmeter noch zum 16:13-Halbzeitstand.

Klockmann hält VfL im Spiel 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann vor allem Dennis Klockmann zu verdanken, dass sich der VfL schnell wieder ankämpfen konnte. Der VfL-Keeper vernagelte seinen Kasten und gab seinem Team so die Möglichkeit, aufzuholen. Löfström besorgte den 18:17-Anschlusstreffer (36.). Doch wie schon gegen Hüttenberg ließen die Gäste jetzt einige gute Möglichkeiten liegen und verpassten den Ausgleich. Tokic brachte Eisenach wieder mit zwei Toren in Führung (20:18/40.) und Przybecki nahm seine zweite Auszeit.

Es war eine Partie auf Augenhöhe – und die Gäste hatten jetzt leichte Vorteile. Das Spiel über die Außen wurde jetzt zu einer Waffe des VfL. Jasper Bruhn gelang der 22:22-Ausgleich von der rechten Außenposition (48.). Von der linken Seite traf Fynn Gonschor schließlich zur ersten Führung (23:22/50.).

Es entwickelte sich eine packende Schlussphase, in der kein Team die entscheidenden Akzente setzen konnte. 35 Sekunden vor dem Ende ging Eisenach durch Walz mit 30:29 in Führung, doch der VfL konnte durch Lindskog Andersson noch einmal zurückschlagen und hatte so das letzte Wort in dieser Partie.

Die Stimmen zum Spiel

Piotr Przybecki: „Das Unentschieden ist ein gewonnener Punkt für uns. Am Ende kam es auf Kleinigkeiten an, das Pendel hätte zu beiden Seiten ausschlagen können, beide Teams hätten den Sieg am Ende holen können. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht richtig wach und haben nicht gut gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann deutlich gesteigert und hatten mit Dennis Klockmann einen starken Rückhalt im Tor.“

Markus Krauthoff-Murfuni: „Wir sind richtig gut in das Spiel gekommen und konnten uns dann mit 7:2 absetzen. Uns war aber auch klar, dass wir diese Dominanz gegen einen qualitativ so starken Gegner wie Lübeck-Schwartau nicht über 60 Minuten halten können. Wir haben gezeigt, dass wir uns seit dem Hinspiel deutlich verbessert haben. Am Ende bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden.