Schwere Aufgabe nach 6. Sieg in Folge

VfL Lübeck-Schwartau nach Sieg gegen Nordhorn beim TSV Bayer Dormagen gefordert.

Was war das für ein Spektakel: ausverkauftes Haus, den Aufstiegsaspiranten HSG Nordhorn-Lingen bezwungen, nur 17 Gegentore zugelassen, den sechsten Sieg in Folge eingefahren, die Heimpremiere des Trainer-Duos Claasen / Engelhardt erfolgreich gestaltet. Geht es nach dem VfL Lübeck-Schwartau, darf das so weitergehen, doch der TSV Bayer Dormagen dürfte etwas dagegen haben.

Aber zuerst noch ein Rückblick auf das Erfolgsrezept des vergangenen Spieltages: Wie bereits unter Torge Greve, bestach der VfL wieder durch eine kompromisslose Abwehr. Insbesondere in der zweiten Hälfte verteidigten sich Martin Waschul und Co in einen Rausch, und was nicht im Abwehrbollwerk hängen blieb, entschärfte ein erneut überragender Dennis Klockmann (15 Paraden / 48% gehaltene Bälle), der ganz folgerichtig zum Spieler des Spieltags der 2. Handballbundesliga gekürt wurde. Auf der anderen Seite überzeugte der VfL durch sein variables Angriffsspiel, das vor allem über den Kreis mehrfach erfolgreich war (Köhler / Ranke) oder durch Jan Schult seinen krönenden Abschluss fand (bester Werfer mit sechs Treffern).

Coach Jörg Engelhardt zum letzten Heimspiel: „Das war sicherlich eines der besten Spiele der letzten Jahre. Es hat alles gestimmt, die Spielweise der Mannschaft, der Kampf, die Abschlüsse und die Fans. Das alles zusammen hat uns diesen tollen Erfolg beschert.“ Und Gerrit Claasen ergänzt: „Das sehe ich auch so. Das Spiel war taktisch gut konzipiert und die Jungs haben unsere Vorgaben perfekt umgesetzt. Und das I-Tüpfelchen war das Publikum, das für Gänsehautatmosphäre gesorgt hat. Das war ein toller Beleg für unser Potenzial – und damit meine ich ausdrücklich die Mannschaft, den Trainerstab und das Umfeld.“

Blick nach vorn – volle Konzentration auf Dormagen

Das aber ist abgehakt. Jetzt wartet mit dem TSV Bayer Dormagen erneut eine harte Nuss in dieser erstklassigen zweiten Liga. Das Hinspiel konnte der VfL Lübeck-Schwartau noch mit 31:27 für sich entscheiden. Aber nicht nur der VfL hat einen Lauf. Auch das Team von Trainer Dusan Bilanovic schwimmt auf einer kleinen Erfolgswelle. Erst wurde der TV Emsdetten mit 35:31 bezwungen, danach Essen auswärts mit 39:33 überraschend deutlich geschlagen.

Die Stärken der Werksmannschaft sind dabei schnell ausgemacht. Der neuntbeste Angriff der Liga erzielte 63 Tore mehr als der VfL. Allein Tim Wieling, Rechtsaußen der Nordrhein-Westfalen, trug sich bereits 189 mal in die Torschützenliste ein und ist damit bundesweit die Nummer zwei. Und mit Lukas Stutzke verfügt der TSV Bayer Dormagen über eines der größten bundesdeutschen Talente auf Halblinks – ausgestattet mit einem Zweitspielrecht für den Bergischen HC – und bislang 112mal erfolgreich. Dass bislang lediglich der 14. Tabellenplatz heraussprang, ist wohl eher der fehlenden Konstanz als dem punktuellen Leistungsvermögen geschuldet.

Das Trainerteam des VfL Lübeck-Schwartau zum kommenden Gegner: „Dormagen verfügt über ein junges, dynamisches, fast wildes Team. Sie sind technisch versiert und überzeugen mit viel Spielfreude. Dabei gehen sie ein hohes Risiko und schonen sich bis zum Abpfiff nicht – egal wie der Spielstand ist. Das macht sie extrem gefährlich.“

Gerrit Claasen zur eigenen Ausrichtung: „Wir werden den Dormagenern nicht den Gefallen tun, sie zu unterschätzen. Aber in erster Linie schauen wir natürlich auf uns. Wir haben einen Lauf, agieren gut abgestimmt, sind variabel und somit für unsere Gegner schwer auszurechnen. Wir werden geschlossen auftreten und wollen Zählbares mit nach Hause bringen.“

Was das für den Spielverlauf bedeutet, könnt Ihr am Samstag auf sportdeutschland.tv verfolgen – entweder allein im heimischen Wohnzimmer oder in der Relax-Sportsbar in der Schwartauer Jahnhalle beim Public Viewing!

2019-03-29T08:32:18+00:00Donnerstag, 28. März 2019|