Die Siegesserie des VfL Lübeck-Schwartau ist gerissen. Die Mannschaft von Trainer Piotr Przybecki unterlag dem TuS N-Lübbecke in einer temporeichen und spannenden Begegnung unglücklich mit 32:30.

Es war von Beginn an das erwartet ausgeglichene Spiel. Beide Teams zeigten, warum sie im oberen Drittel der Tabelle stehen. Beim VfL war es in der Anfangsphase vor allem Julius Lindskog Andersson, der offensiv die Akzente setze. Bei den Gästen lieferte Lutz Heiny aus dem Rückraum die Tore für sein Team. Nach 15 Minuten war das Ergebnis weiterhin komplett ausgeglichen – Niels Versteijnen war für den VfL zum 6:6 erfolgreich.

Viel Tempo, viele Tore

Die Zuschauer am Bildschirm bekamen ein Handballspiel auf hohem Niveau zu sehen. Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, feuerten weiter aus allen Rohren und marschierten im Gleichschritt durch die erste Hälfte. Fynn Gonschor besorgte von Außen den 10:10-Ausgleich (21.), Im Gegenzug ging Lübbecke durch Skroblien wieder in Führung, doch Löfström glich postwendend wieder aus – 11:11.

Und so sollte es bis zur Halbzeit in dieser unterhaltsamen Partie weitergehen. Beide Mannschaften begeisterten mit Spielwitz und Treffsicherheit im Angriff. Kurz vor der Pausensirene brachte Strosack die Gastgeber mit einem Heber wieder in Führung – mit einer 16:15-Führung für den TuS N-Lübbecke ging es in die Halbzeit.

Den etwas besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gastgeber, die mit Jepsen im Tor jetzt einen sicheren Rückhalt hatten. Erstmals ging Lübbecke mit drei Toren in Führung – Spohn traf aus dem linken Rückraum zum 19:16 (33.). Doch der VfL blieb dran, hatte jetzt mit Jasper Bruhn im rechten Rückraum einen treffsicheren Spieler, der in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit gleich dreimal erfolgreich war, Conrad im Tor konnte jetzt mehrere Bälle abwehren, Löfström traf vom Kreis zum 21:21 und wenig später brachte Hansen die Lübecker erstmals in Führung (42.).

Unglückliches Ende

Doch der TuS fand schnell wieder zurück in das Spiel, legte einen Drei-zu-Null-Lauf hin und eroberte die Führung zurück. Bitter für die Gastgeber: Als Niels Versteijnen zum 24:24-Ausgleich traf, kassierte Kreisläufer Yannik Dräger für ein Foul an Versteijnen die Rote Karte (46.).

Doch diesen Ausfall konnten die Gäste verkraften, legten wie schon in der ersten Halbzeit jetzt stets vor –  und der VfL zog nach. Löfström traf nach Anspiel von Versteijnen zum 27:27 (54.) und läutete damit die spannende Schlussphase ein.

Und die Entscheidung in dieser packenden Begegnung sollte auch erst in den letzten Sekunden fallen. Nach Strosacks Treffer zum 31:30 wurde Löfström im letzten Angriff freigespielt und warf den Ball ins Tor, doch stand dabei im Kreis. Am Ende feierten die Gastgeber einen 32:30-Erfolg in einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte.