Der VfL Lübeck-Schwartau verliert das Nachholspiel gegen den TV Großwallstadt mit 32:34 (15:20). Nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 20 Gegentoren kämpfte sich der VfL nach dem Wiederanpfiff zurück, musste sich am Ende aber geschlagen geben.

Die 358 Zuschauer in der Hansehalle erlebten einen munteren Auftakt von beiden Mannschaften, vor allem die Angriffsreihen konnten sich auszeichnen – nach sechs Minuten traf Jasper Bruhn bereits zum 4:4. Bei den Gästen präsentierten sich vor allem die Rückraumshooter Savvas und Jansen in Torlaune. Der TVG profitierte jetzt von Fehlwürfen des VfL und setzte sich ab – Spieß besorgte mit dem Treffer zum 9:5 die Vier-Tore-Führung (12.).

Die Lübecker wirkten verunsichert, bekamen in der Abwehr keinen Zugriff und leisteten sich zu viele technische Fehler. Der TVG nutzte die Schwächephase des VfL aus und zog weiter davon – Savvas traf per Siebenmeter zum 15:8 (21.).

Wie schon in Hamm liefen die Lübecker einem deutlichen Rückstand hinterher, doch diesmal halfen die Zuschauer im Rücken. Das Przybecki-Team zeigte sich jetzt aggressiver und vor allem wieder treffsicher – Mex Raguse verkürzte auf 18:14 (28.). Zur Halbzeit lag der VfL nach einer durchwachsenen ersten Hälfte mit 20:15 zurück.

Aufholjagd nach der Pause

Nach Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer in der Halle plötzlich einen anderen VfL zu sehen. Die Abwehr kompakt, Alex Haß im Tor konnte sich mehrfach auszeichnen und die Lübecker legten einen Vier-Null-Lauf hin. Jan Schult verkürzte vom Kreis auf 20:19 (36.), Lindskog-Andersson traf schließlich per Siebenmeter zum Ausgleich (38.) – und plötzlich entfachten die 358 Zuschauer das Feuer in der „Hansehölle“.

Mit einer Auszeit unterbrach TVG-Trainer Ralf Bader den Lauf des VfL und brachte sein Team so wieder in die Spur. Viele Wischpausen und eine Zeitstrafe gegen Raguse brachten die Lübecker aus dem Konzept und Großwalstadt setzte sich durch Redwitz wieder auf 24:21 ab (43.).

Die Hypothek von drei Toren Rückstand nahm der VfL mit in die Schlussphase, nachdem Kapitän Waschul dann auch noch seine dritte Zeitstrafe sah, erhöhten die Gäste durch Corak auf 30:26 (53.). Die Vorentscheidung?

Kein Glück in der Schlussphase

In der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Die Lübecker kämpften sich mit einer offensiven Deckung noch einmal ran und hätten nach einem gehaltenen Siebenmeter von Nils Conrad sogar die Chance auf den Ausgleich gehabt, doch der Abpraller landete beim Gegner.

Am Ende kassierte der VfL eine unglückliche 34:32-Niederlage, zeigte in der zweiten Hälfte aber Moral und hofft jetzt auf einen positiven Saisonabschluss gegen den TV Emsdetten.

„Haben Moral bewiesen“

„In der zweiten Halbzeit haben wir Moral bewiesen“, sagte VfL-Trainer Piotr Przybecki nach dem Spiel. „Da haben wir so gespielt wie wir uns das vorstellen. Nach dem Ausgleich haben wir leider zu viele Fehler gemacht und konnten uns am Ende nicht mit einem Punkt belohnen. In der ersten Halbzeit haben wir deutlich zu viele Gegentore bekommen.“