Die ursprünglich für diesen Sommer geplanten Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten an der Hansehalle werden voraussichtlich erst 2023 fertiggestellt. Die Hansestadt Lübeck hat jetzt einen Zeitplan für den Ausbau vorgelegt, den Bürgermeister Jan Lindenau beim Business-Frühstück des VfL Lübeck-Schwartau präsentierte. Durch die Baumaßnahmen soll die Infrastruktur für den möglichen Spielbetrieb in der 1. Bundesliga geschaffen werden.

Die Verzögerung des Ausbaus der Hansehalle ist vor allem durch fehlende Genehmigungen aus dem Bereich Brandschutz zu erklären. Auch die Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein wurden noch nicht bewilligt. Im August 2021 sollen sowohl die Baugenehmigung als auch die Zusage für die Fördermittel final vorliegen. Erst dann kann die ausführliche Ausführungsplanung sowie die öffentliche Ausschreibung der Baumaßnahmen beginnen. Der Baustart ist für März 2022 geplant. 

„Es ist natürlich ärgerlich, dass sich der Ausbau der Halle verzögert“, sagt VfL-Geschäftsführer Daniel Pankofer. „Ich bin aber froh, dass die Probleme nun behoben wurden und die Genehmigungen erteilt werden können. Für einen professionellen Spielbetrieb benötigen wir diesen Ausbau. Wir wissen, dass die Hansestadt Lübeck uns auf unserem Weg als zuverlässiger Partner zur Seite steht.“

Zweistöckiger Anbau

Bereits im vergangenen Jahr wurde die Lichtanlage in der Hansehalle erneuert und auf LED-Lichter umgerüstet. Auf dem Parkplatz der Hansehalle soll ein zweistöckiger Anbau errichtet werden, in dem neue Funktionsräume geplant sind (Presseraum, TV-Produktionsbüro, Multifunktionsraum). Zudem sollen dringend benötigte Lagerräume geschaffen werden. 

Weitere Sanierungsmaßnahmen sind unter anderem die Anschaffung eines mobilen Hallenbodens, der Bau von zwei Kamerapodesten und der Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen erfüllt die Hansehalle die Voraussetzungen für einen Spielbetrieb in der Liqui Moly HBL. Dies gilt auch für die Anzahl der nachzuweisenden Zuschauerplätze. Die Hansehalle verfügt inklusive der Steh- und Logenplätze aktuell über eine Anzahl von 2.296 und somit über 46 mehr, als die von der HBL geforderten 2.250 Plätze.