VfL begeistert gegen Nordhorn

Sechster Sieg in Folge – der VfL Lübeck-Schwartau feiert einen souveränen 24:17-Erfolg gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Das Trainerduo Claasen/Engelhardt erlebte eine perfekte Heimpremiere in der mit 2176 Zuschauern ausverkauften Hansehalle. Sieggarant: Einmal mehr Torwart Dennis Klockmann.

„Das sind wir von ihm ja schon gewohnt“, schmunzelte Jörg Engelhardt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, um nur wenig später die außergewöhnliche Leistung des 36-Jährigen zu würdigen. Mit 15 Paraden zog Klockmann dem Tabellendritten der zweiten Liga den Zahn. „Ich gebe das Lob direkt an die Mannschaft weiter“, sagte Dennis Klockmann. „Die Mannschaft hat genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Aggressiv in der Abwehr zu stehen, das gibt mir dann auch die Chance die Bälle zu halten.“

Auch deshalb nahm das Trainerduo als „Man oft he Match“ nicht nur Klockmann mit zur Pressekonferenz, die ganze Mannschaft begleitete die beiden Trainer. „Das war einfach eine tolle Mannschaftsleistung, deshalb sollten alle mitkommen“, so Claasen.

Dabei hatte der VfL zu Beginn seine Mühe mit abgezockten Nordhornern, die sich von der Kulisse zunächst nicht beeindrucken ließen und nach 16 Minuten 6:3 führten. Die Lübecker hatten mit der Chancenverwertung zu kämpfen, leisteten sich dazu den einen oder anderen Fehler. „Wir waren da nicht ganz so effektiv, wie wir es uns vorgestellt haben“, analysierte Gerrit Claasen. Doch der VfL kämpfte sich rein in die Partie, fand im Angriff immer wieder auch kreative Lösungen. Köhler traf nach No-Look-Pass von Kretschmer zum 7:8 (23.), Ranke besorgte schließlich vom Kreis den 9:9-Ausgleich (26.). Klockmann vernagelte jetzt seinen Kasten, ließ sich auch von zwei Kopftreffern nicht aus dem Konzept bringen. Und Routinier Jan Schult sorgte mit drei Treffern in Folge vor der Pause für den 12:9-Halbzeitstand.

Kreisspiel als Schlüssel zum Erfolg

Auffällig bei den Schwartauern: Immer wieder wurden Fynn Ranke und Steffen Köhler am Kreis gesucht – und gefunden. So blieb der VfL auch im zweiten Durchgang unberechenbar. Als Ranke zum 20:15 traf, kochte die Stimmung in der Hansehölle. Jede Aktion wurde gefeiert – auf dem Platz und auf den Rängen. Mit dem 22:16 sorgte der Kreisläufer wenig später für die Entscheidung im Spiel. „Das Kreisspiel war für uns ein Bereich, in dem wir noch Potential gesehen haben. Deshalb haben wir in den vergangenen zwei Wochen im Training diesen Punkt relativ gestresst. Und wie man sehen kann auch erfolgreich“, so ein zufriedener Gerrit Claasen.

Dass der beste Lübecker Schütze mit Jan Schult (sechs Tore) dennoch ein Rückraumspieler war, spricht für die Ausgewogenheit im Angriffspiel – und eben für eine geschlossene Mannschaftsleistung. Kein Wunder, dass sich das Trainerteam bei der Wahl des „Man of the Match“ so schwer getan hat.

2019-03-23T00:01:45+00:00Freitag, 22. März 2019|