VfL feiert 26:20-Heimsieg

Gelungener Auftakt in den Doppelspieltag: Der VfL feierte einen deutlichen 26:20 (12:9)-Erfolg gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Die Grundlage für den Erfolg legten die Lübecker einmal mehr mit einer kompakten Deckung und einem Dennis Klockmann in Bestform. Besonders in der zweiten Hälfte zeigte der VfL eine bärenstarke Leistung und erspielte sich zwischenzeitlich einen Acht-Tore-Vorsprung.

Eine gute Nachricht gab es schon am Mittag vor dem Spiel. Der VfL Lübeck-Schwartau erhält die Lizenz für die kommende Saison in der 2. Bundesliga ohne Auflagen. „Das ist eine Bestätigung für die gute Arbeit, die wir in den vergangenen Monaten geleistet haben,“ freute sich Geschäftsführer Michael Friedrichs.

Starke Anfangsphase

Und auch das Spiel begann gut für den VfL. Als Sebastian Damm in der achten Minute vom Siebenmeterpunkt traf, führten die Lübecker mit 4:1. Wenig später erhöhte Steffen Köhler auf 5:1 (10.). Und auch eine Zwei-Minuten-Strafe für Rickard Akerman brachte die blauen Tiger nicht aus dem Konzept, Julian Lauenroth erhöhte sogar auf 6:1 (12.).

Die Gäste fanden gegen die aggressive Deckung der Schwartauer keine Mittel und wenn mal ein Ball durchkam, war Dennis Klockmann im Tor zur Stelle. Pawel Genda baute die Führung mit dem Treffer zum 7:1 aus (15.) und HSG-Trainer Heiner Bültmann zog die erste Auszeit. „Die Anfangsphase war natürlich entscheidend. Nordhorn kam aus dem heißen Bus und hatte Probleme. Das haben wir dann ausgenutzt“, sagte Antonio Metzner nach dem Spiel.

Drei-Tore-Vorsprung zur Pause

Doch die Worte des Trainers schienen gefruchtet zu haben, denn nun legte die HSG eine Vier-Tore-Serie hin. Beim Stand von 7:5 war es nun VfL-Coach Greve der seinerseits eine Auszeit nahm (19.).

Die Lübecker waren schnell wieder in der Spur und knüpften an die starke Anfangsphase an. Metzner und Köhler stellten den Vier-Tore-Vorsprung wieder her (23.). Die Gastgeber hatten das Spiel wieder im Griff, doch in der Schlusssekunde der ersten Hälfte verkürzte Nordhorn den Rückstand per Siebenmeter auf drei Tore. Mit 12:9 ging es in die Pause.

Der VfL ließ sich von dem kleinen Dämpfer nicht beirren und knüpfte in der zweiten Hälfte an die Leistungen aus dem ersten Durchgang an. Akermans No-Look-Pass fand Steffen Köhler am Kreis und der vollendete zum 16:12 (36) – ein Raunen ging durch die Hansehalle. Pawel Genda, der zu Beginn der zweiten Hälfte zur Höchstform auflief und insgesamt acht Tore warf, erzielte kurz darauf seinen dritten Treffer in der zweiten Halbzeit – 17:12 (37). Auszeit Nordhorn. Beim folgenden Angriff zeigte die HSG dann einen Spielzug mit einem sehenswerten Kempa-Trick, doch Klockmann im Tor parierte.

Elf Minuten ohne Gegentor

Die Gäste hatten auch in der Folge keine Antworten auf die gut organisierte Abwehr der Schwartauer, die sich jetzt entscheidend absetzen konnten. Als Genda den Ball zum 20:12 ins Netz feuerte, hatten die Lübecker einen komfortablen Acht-Tore-Vorsprung. Erst nach einer elfminütigen Durststrecke war Nordhorn mit dem Treffer zum 20:13 wieder erfolgreich (46.). Trainer Torge Greve rotierte jetzt kräftig und brachte Rechtsaußen Jasper Bruhn im rechten Rückraum, der dort mit klugen Anspielen und viel Spielübersicht zu überzeugen wusste.

In der Schlussphase zeigte das Greve-Team dann nicht mehr das hohe Tempo der ersten 50 Minuten und Nordhorn kam wieder etwas näher ran (22:17/55.). Als Genda zum 23:17 traf, war die Partie entschieden (56.). In den Schlussminuten feierte Nachwuchsspieler Janik Schrader, gerade erst mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattet, sein Debüt im Profi-Team. Am Ende siegte der VfL mit 26:20 und feierte einen erfolgreichen Auftakt in den Doppelspieltag. „Das Ergebnis ist in der Höhe ziemlich überraschend, wir haben aber eine richtig starke Leistung in der Abwehr gezeigt. Und auch „Klocki“ hat wieder überragend gehalten“, freute sich Sebatian Damm.

2018-04-20T22:08:54+00:00Freitag, 20. April 2018|