Der VfL Lübeck-Schwartau gewinnt das Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen mit 26:21 (9:10). In einer umkämpften und über weite Strecken ausgeglichenen Partie stellten die Lübecker erst in der Schlussphase die Weichen auf Sieg. Beste Torschützen des VfL waren Jan Schult (5) und Niels Versteijnen (5).

Vor 1188 Zuschauern in der Lübecker Hansehalle hatten beide Mannschaften in einer zerfahrenen Anfangsphase ihre Probleme in der Offensive. So erzielte Fynn Gonschor in der zehnten Minute mit dem 3:2 erst das fünfte Tor im Spiel. Der Dormagener Schlussmann Juzbasic konnte sich zu Beginn gleich mehrfach auszeichnen und auch Nils Conrad im Tor der Lübecker zeigte einige Paraden, parierte unter anderem einen Siebenmeter gegen Reimer.

Von der Personalnot der Gäste war bis dahin nichts zu spüren, das Bilanovic-Team spielte auf Augenhöhe und hatte mit dem zuletzt fehlenden Ian Hüter ihren Taktgeber wieder an Bord. Dennoch blieb der VfL vorne: Finn Kretschmer erzielte von Rechtsaußen die 6:5-Führung (20.).

Dormagen bleibt dran

Die Partie blieb umkämpft – und ohne viele Tore. Beide Teams ließen einige Möglichkeiten liegen. Der sonst so treffsichere Matej Klima scheiterte gleich mehrfach am Dormagener Keeper Juzbasic, doch auch der VfL konnte sich weiterhin auf Nils Conrad verlassen, der im ersten Durchgang acht Paraden verbuchen konnte. Mit dem Pausenpfiff besorgte Dormagens Grbavac per Siebenmeter dann den 9:10-Halbzeitstand.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb der VfL zunächst glücklos im Abschluss und lief schnell einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Einzig Jan Schult hielt sich makellos und verwandelte mit seinem fünften Treffer vom Kreis zum erneuten Ausgleich (13:13/38.). Fynn Gonschor holte aus spitzem Winkel schließlich mit dem 15:14 die Führung zurück (41.).

VfL setzt sich ab

Jetzt hatten die Hausherren das Kommando übernommen und profitierten von Fehlwürfen und Ballverlusten der Bayer-Sieben. Fynn Gonschor baute den Vorsprung nach einem Tempogegenstoß auf 19:16 aus (47.).

So langsam machte sich der Kräfteverschleiß bei den ersatzgeschwächten Dormagenern bemerkbar. Die Lübecker nutzten jetzt ihre Chancen und bauten die Führung weiter aus. Der heute glücklose Matej Klima feuerte die Kugel mit Urgewalt zum 24:18 in den Winkel und sorgte damit für die Vorentscheidung (55.).

Am Ende gewann der VfL ein lange umkämpftes und ausgeglichenes Spiel dann doch noch deutlich mit 26:21 und feierten mit den Fans in der Halle zwei wichtige Punkte.

„Dormagen hat alles reingeschmissen“

VfL-Trainer Piotr Przybecki resümierte nach dem Spiel: „Wir haben uns lange schwergetan, weil Dormagen wie erwartet alles reingeschmissen hat und alles gegeben hat. Wir haben aber dagegengehalten und haben das Spiel aus einer stabilen Abwehr heraus am Ende für uns entscheiden können. 21 Gegentore sprechen für sich.“