Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt im Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim mit 22:24 (9:14). In einer zerfahrenen ersten Halbzeit zeigte sich der VfL verunsichert und lag nach 40 Minuten bereits mit acht Toren zurück. Die fulminante Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt.

Die Verunsicherung nach den zwei Niederlagen gegen Dresden und Rimpar war dem VfL zu Beginn der Partie noch deutlich anzumerken. Die Lübecker hatten erneut Probleme im Angriffsspiel, konnten ihre Chancen nicht verwerten und liefen früh einem Rückstand hinterher – Dahlhaus traf nach einem Tempogegenstoß zum 4:1 für die Gäste (10.).

Auch in der Folge fand der VfL offensiv nicht zu seinem Spiel, leistete sich immer wieder technische Fehler, ungenaue Anspiele und Fehlwürfe. Die Gäste aus Bietigheim nutzen die Fehler der Lübecker und bauten ihren Vorsprung aus. Rentschler erhöhte auf 9:4 (20.). Dennis Klockmann im Tor war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel.

VfL scheitert an Chancenverwertung

Selbst in einer doppelten Überzahl gelang es dem Przybecki-Team nicht, den Rückstand zu verkürzen. Die Lübecker schwächten sich stattdessen selbst durch unnötige Zeitstrafen. Beim Stand von 14:9 für die Gäste aus Bietigheim ging es nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit in die Kabinen.

Doch die mangelnde Chancenverwertung blieb auch zu Beginn des zweiten Durchgangs das Manko des VfL, der es verpasste, einen schnellen Anschluss herzustellen. Denn auch Bietigheim blieb zunächst ohne Treffer, erst nach fünf Minuten traf Jonas Link zum 15:9 (36.). Die Blau-Weißen blieben aber weiter ohne eigenen Treffer – nach neuneinhalb Minuten beim Stand von 17:9 zog Przybecki die Auszeit (40.) und Löfström beendete die Torflaute im folgenden Angriff.

Aufholjagd nach zehn torlosen Minuten

Und plötzlich war der VfL im Spiel, legte jetzt einen 4:0-Lauf hin. Kretschmer verkürzte von Außen auf 18:14 (45.). Jetzt war es SG-Trainer Ankersen, der eine Auszeit nahm, um sein Team neu einzustellen.

Doch der VfL hatte den Glauben an den Erfolg zurückgefunden. Klockmann parierte ein ums andere Mal und die Lübecker robbten sich wieder ran. Hansen verkürzte auf 21:19 (53.) und läutete eine spannende Schlussphase ein. Emotionalität, Selbstvertrauen und Treffsicherheit – alles war jetzt wieder da. Versteijnen feuerte die Kugel zum 21:21-Ausgleich in die Maschen (57.)

 In den letzten Minuten ging dem VfL dann das Glück aus, die letzten Angriffe blieben erfolglos und der VfL konnte sich nicht für die starke Aufholjagd belohnen. Am Ende musste sich das Przybecki-Team mit 24:22 geschlagen geben.

„Das ist bitter“

Kapitän Martin Waschul sagte resümierte nach dem Spiel: „Die Hypothek von acht Toren war einfach zu hoch. Wir standen gut in der Abwehr, haben es aber nicht geschafft, den Rückstand früher zu verkürzen. Wir verwerfen viel zu viele Bälle. Ab der 40. Minute ging es dann plötzlich, das zeigt das wir es können. Am Ende hat es dann nicht gereicht, das ist einfach bitter.“

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (14 Paraden), Conrad – Gonschor (1), Hansen (2), Lindskog Andersson (3), Bruhn, Kretschmer (3), Versteijnen (7), Raguse (3), Schrader, Potratz (1), Waschul, Löfström (2), Hagen, Ranke