VfL Lübeck-Schwartau holt Arbeitssieg

Lübecker gewinnen beim Dessau-Roßlauer HV 28:24

Das war ein hartes Stück Arbeit. Der VfL Lübeck-Schwartau besiegte in einem spannenden Duell den Dessau-Roßlauer HV 06 nach einem Halbzeit-Rückstand (11:12) 28:24. Die Spannung war angesichts der fünf vergebenen 7-Meter vielleicht nicht notwendig, am Ende aber von VfL-Trainer Torge Greve erwartet: „Nach dem letzten verlorenen Spiel strotzte meine Mannschaft nicht gerade vor Selbstvertrauen. Darüber hinaus gewinnt in Dessau keine Mannschaft im Vorbeigehen. Dafür ist die zweite Liga zu ausgeglichen, Dessau zu stark und die Stimmung in der Halle zu hitzig. Insofern bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, wenn wir uns das Leben auch selbst teilweise unnötig schwer gemacht haben.“

Das fasst den Spielverlauf auch schon ganz gut zusammen. Der Start beider Mannschaften war recht nervös. Im Ergebnis standen einige technische Fehler hüben wie drüben. Die Gastgeber fanden als erstes in die Spur, führten in der 13. Minute mit 5:2. Dies quittierte Torge Greve mit seiner ersten Auszeit, die allerdings noch nicht zur Wende beitragen konnte. Zu beweglich war der Dessauer Defensiv-Verbund, zu stark der Torhüter der Gastgeber. Bis zur 24. Minute konnte die Heimmannschaft den Vorsprung sogar noch etwas auf 11:7 ausbauen. Torge Greve zu dieser Phase des Spiels: „Hier hätte das Spiel schon eine Vorentscheidung erhalten können. Zum Glück konnten wir uns fangen und sind nur mit einem Tor Rückstand in die Halbzeit gegangen. Psychologisch schwierig waren die drei vergebenen 7-Meter.“

Breiter Kader war das Plus des VfL

In der zweiten Halbzeit war zu sehen, wie wichtig personelle Alternativen sind. Der VfL begann mit einem neuen Mittelblock (Köhler / Schult), einem guten Marino Mallwitz im Tor und auch der Rückraum wurde komplett neu aufgestellt (Schult / Runarsson / Metzner). Mit Erfolg! Die Angriffe wurden flüssiger und die Abwehr gewann an Stabilität. In der 35. war der VfL wieder vorn (14:13) – erst die zweite Führung nach dem 2:1. Allerdings alles andere als eine Vorentscheidung.

Die fiel erst in den letzten zehn Minuten: Nach einer roten Karte gegen Basti Damm, der den Dessauer Torwart bei einem 7-Meter im Gesicht traf, konnte der VfL die Unterzahl nicht nur schadlos überstehen, sondern auch durch einen 4:0-Lauf den Spielstand von 20:21 in ein 24:21 drehen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich nach dem Spiel auch VfL Kapitän Martin Waschul: „Wir sind erleichtert über den Sieg, der alles andere als einfach war. Aber durch eine Steigerung in der 2. Halbzeit haben wir uns die beiden Punkte verdient. Unter dem Strich konnten wir unsere Fehlerzahl im Laufe des Spiels reduzieren. Das war ausschlaggebend für den Endstand von 28:24.“

Auch Torge Greve zeigte sich nach Spielende glücklich: „Ich freue mich sehr für meine Mannschaft, gerade nach dem verlorenen Spiel der vergangenen Woche. Wir sind heute auch in dieser hitzigen Atmosphäre und dem Hin und Her cool geblieben. Klasse war, dass wir heute ausreichend personelle Alternativen hatten. Selbst nach der roten Karte gegen Basti Damm und einer kleinen Verletzung von Thees Glabisch hatten wir mit Markus Hansen noch die passende Antwort auf Linksaußen.“

2019-02-18T08:25:23+00:00Sonntag, 17. Februar 2019|