VfL Lübeck-Schwartau beim Dessau-Roßlauer HV gefordert

Der Hinspielerfolg soll wiederholt werden! Der VfL Lübeck-Schwartau reist zum Dessau-Roßlauer HV. Knapp 400 km und neun Tabellenplätze trennen die Kontrahenten des kommenden Spieltags. Trainer Greve erwartet trotzdem ein enges Match.

Den Pflichtspielstart in das Jahr 2019 hatten sich die Verantwortlichen des VfL Lübeck-Schwartau anders vorgestellt – der TuS Ferndorf konnte beide Zähler aus der ausverkauften Hansehalle entführen (22:23). Punkte, die dem VfL zur Erreichung des Saisonziels (ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften) fehlen werden und die er jetzt in Dessau einfahren will.

Torge Greve zum vergangenen Spiel: „Wir sind sehr enttäuscht. Das soll aber die Leistung der Ferndorfer nicht schmälern. Sie haben sich auch bei uns wieder als starke und geschlossene Einheit präsentiert. Das ist alles andere als eine Laufkundschaft. Schade ist, dass wir die guten Ergebnisse aus der Vorbereitung, die vielleicht am Ende sogar eine kleine Bürde für uns war, im Punktspielauftakt nicht wiederholen konnten. Uns fehlte die Lockerheit, die trotz aller Fokussierung einfach notwendig ist. Unter dem Strich bleibt stehen: Der Ligaalltag ist eine andere Herausforderung als ein Testspiel. Aber das ist abgehakt.“

Die Mannschaft hat die Niederlage auch gut verarbeitet. Im Training war nach einer ersten Frustbewältigung schon wieder Optimismus hinsichtlich der kommenden Aufgabe beim Dessau-Roßlauer HV 06 zu verspüren. Und bei einem Blick auf die Tabelle scheint diese Haltung auch nicht unangebracht: treten doch die Ostholsteiner als Tabellenachter beim Tabellenachtzehnten an und nach dem deutlichen 30:24 im Hinspiel kann der VfL Lübeck-Schwartau getrost als Favorit bezeichnet werden. Sieht man aber etwas genauer hin, kann man auch einen anderen Blick gewinnen. Dann nämlich messen sich am kommenden Sonntag der Heim-14. und der Auswärts-16.

Torge Greve zum kommenden Gegner: „Dessau ist eine kampfstarke Mannschaft, besonders Zuhause. Sie mussten allerdings wie wir in dieser Saison mit einigen Verletzungen zurechtkommen. Deshalb mag der Blick auf die Tabelle etwas verzerrt sein. Insgesamt stelle ich mich auf ein offenes Spiel in einer hitzigen Atmosphäre ein. Wir haben zwar eine absolut positive Bilanz gegen Dessau, aber die Spiele waren immer hart umkämpft. Ich vermute, so wird es auch am Sonntag kommen. Darauf sind wir aber eingestellt und wollen am Ende mit zwei Punkte dastehen.“

Dessau startete ebenfalls mit einer Enttäuschung

Die Anhaltiner haben, wie auch der VfL, den Punktspielstart ins neue Jahr verpatzt und somit etwas gutzumachen. Konnte der TuSEM Essen noch im Hinspiel in eigener Halle mit 35:29 bezwungen werden, hagelte es am vergangenen Spieltag eine derbe 22:33-Klatsche in Essen. Gerade vor eigenem Publikum wird die Mannschaft von Uwe Jungandreas also alles daransetzen, sich zu rehabilitieren.

Dem wird sich der VfL aber entschlossen entgegenstellen – und das endlich wieder mit ausreichend personellen Alternativen. Neben Basti Damm, der gegen Ferndorf bereits wieder auf der Bank saß und sich im Training weitere Sicherheit erarbeitet hat, ist auch Jan Schult nach überstandener Wadenverletzung wieder einsatzbereit. Torge Greve freut sich über das ungewohnte Gefühl der „Qual der Wahl“!

2019-02-16T11:09:55+00:00Samstag, 16. Februar 2019|