VfL Lübeck-Schwartau vor einer unangenehmen Aufgabe

Die Mannschaft von Trainer-Duo Gerrit Claasen und Jörg Engelhardt tritt am 34. Spieltag beim TV Emsdetten an.

 

Der letzte Heimsieg gegen den TuSEM Essen wirkt sicherlich noch nach, zumindest bei den Fans des VfL. Viel Zeit, diesen zu genießen, dürfen sich die Spieler allerdings nicht nehmen. Im kommenden Auswärtsspiel wartet ein eher unangenehmer Gegner auf Jan Schult, Dennis Klockmann und Co: Der TV Emsdetten. Jörg Engelhardt über die Schwere der Aufgabe: „Wir haben vor jedem Gegner Respekt, so auch vor Emsdetten, allerdings keine Angst.“

Drei Siege, ein Unentschieden und neun Niederlagen stehen in den direkten Duellen für den VfL zu Buche. Einer der Erfolge gelang den Schwartauern im Hinspiel (30:24). Glücksbringer am 15. Spieltag war Ministerpräsident Daniel Günther, auf dessen physische Unterstützung im kommenden Spiel sicherlich nicht gesetzt werden kann.

Emsdetten noch gefährdet

Auch dürfte sich der TV Emsdetten anders präsentieren, schon allein in Bezug auf die einsatzfähigen Spieler. Im Hinspiel war viel Platz auf der Bank des TVE und Coach Daniel Kubes scherzte nach der Partie: „Wir sind zwar mit dem Mannschaftsbus gekommen, ein Bulli hätte aber gereicht.“ Größte Auswirkung der Personalmisere war, dass der zu dem Zeitpunkt Vierzigjährige noch einmal das Trikot seines Vereines überstreiften musste und auf das Spielfeld zurückkehrte.

Einen (bei allem Respekt für die damals gezeigte Leistung) jungen Daniel Kubes könnte der TVE aktuell gut gebrauchen. Die Tabellensituation ist noch nicht wirklich beruhigend, Emsdetten rangiert momentan mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Absteiger auf Platz 13 der Tabelle. Und auch die Bilanz der letzten Spiele sorgt in Emsdetten nicht für einen niedrigen Blutdruck. Vor dem Sieg am letzten Spieltag in Dessau (27:26) konnte das Kubes-Team fünfmal nicht gewinnen. Man steht also nicht weit vom Abgrund entfernt – den VfL dürfte ein heißer Tanz erwarten.

Eine entsprechende Erwartung hat deshalb auch Gerrit Claasen: „In Emsdetten zu spielen ist keine leichte Aufgabe – für keine Mannschaft. Der TVE ist in dieser Saison nicht so konstant wie gewohnt, aber das lässt keine gesicherten Rückschlüsse auf ihre Verfassung zu. Sie verfügen über einen kreativen Angriff und eine aggressive Deckung. Wenn sie beide Komponenten in das Spiel einbringen, ist es für jeden Gegner schwer, erfolgreich zu spielen.“

VfL will erneut abliefern – der Star ist das Team

In der Ausrichtung ist Emsdetten durchaus mit dem letzten VfL-Gegner, dem TuSEM Essen, vergleichbar: Vorne hui (viertbester Angriff der Liga), hinten pfui (zweitschlechteste Abwehr). Für das „hui“ zeichnen sich gleich drei Spieler verantwortlich. Bester Werfer des TVE ist Janko Brozovic (172 Tore), gefolgt von zwei üblichen Verdächtigen: Dirk Holzner (157) und Merten Krings (135). Beide sind in der 2. Bundesliga bereits seit Jahren in tragenden Rollen unterwegs, so auch in dieser.

Wie also soll gegen den TV Emsdetten gepunktet werden? Dazu Gerrit Claasen: „Wir blicken nicht auf Statistiken oder Wahrscheinlichkeiten. Wir geben seit Wochen alles in den Spielen und das werden wir auch bis zum Saisonende fortsetzen. Wir vertrauen in unsere spielerische Stärke und unseren Teamgeist.“ Und Jörg Engelhardt ergänzt: „Wir müssen im Vergleich zum Spiel gegen Essen kaum etwas verändern. Wir haben einen guten Lauf. Gleichzeitig ist das allerdings auch unsere größte Herausforderung, denn die Leistung Woche für Woche wieder abzurufen, ist kein Selbstgänger. Dennoch bin ich optimistisch, dass uns das auch gegen Emsdetten gelingt.“ Anwurf ist am 11.05.2019 um 19.00 Uhr.

2019-05-11T07:52:36+00:00Donnerstag, 9. Mai 2019|