VfL Lübeck-Schwartau will den nächsten Heimsieg einfahren

Es braucht aber keine prophetischen Fähigkeiten, um zu sagen: die DJK Rimpar Wölfe werden die 560 km nach Lübeck nicht zurücklegen, um die Punkte kampflos abzuliefern.

Aber zuerst der Blick zurück auf das vergangene Wochenende. Die Mannschaft von Trainer Torge Greve konnte in Dessau den dritten Saisonerfolg in der Fremde einfahren (28:24). Die bestimmenden Gefühlsregungen dürften Freude und Erleichterung gewesen sein, weil der Fehlstart gegen Ferndorf damit ausgeglichen werden konnte: Balsam für die Psyche!

Jetzt soll auch wieder das Heimpublikum versöhnt (oder besser: verwöhnt) werden. Helfen sollen dabei zum einen „Mentalitäts-Monster“ Jan Schult, dessen Rückkehr sowohl der Abwehr als auch dem Angriff in Dessau gutgetan hat, zum anderen Fynn Kretschmer, Mann der Schlussphase im letzten Spiel, der vier seiner sechs Tore zwischen der 51. und 57. Minute erzielt hat. Beide waren gewichtige Faktoren, die das Pendel zugunsten der Ostholsteiner haben ausschlagen lassen.

Trainer Torge Greve mit einem kleinen Rückblick: „Der Auswärtssieg war die richtige Antwort auf die Niederlage gegen Ferndorf, auch wenn noch nicht alles geklappt hat. Aber wir konnten wieder Selbstvertrauen tanken. Wir wollen das Positive mit in das kommende Spiel nehmen und versuchen, das Negative abzustellen. Unsere Angriffsleistung z. B. war ganz ordentlich, immerhin haben wir 28 Tore gemacht. Und das bei noch fünf vergebenen Siebenmetern. Damit hätten wir auch gleich einen Punkt identifiziert, den wir uns nicht noch einmal erlauben sollten.“

Fans dürfen ein Spiel auf Augenhöhe erwarten

Mit Rimpar gibt der aktuelle Tabellen-Neunte seine Visitenkarte bei VfL, dem Tabellen-Achten, ab. Schon diese Information lässt auf ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis schließen. Darüber hinaus messen sich die beiden Vereine, die im letzten und vorletzten Jahr jeweils den ersten Platz nach den jeweiligen Aufsteigern belegten (VfL 2018 3. / Rimpar 2017 4.).

Fast schon Makulatur ist dabei, dass die Lübecker im Hinspiel den ersten Sieg ihrer Vereinsgeschichte in Rimpar erzielen konnten (21:17). Greve erinnert sich trotzdem gerne: „Rimpar war zu der Zeit nicht in der aktuellen Verfassung. Wir hingegen haben in dem Spiel eine sehr stabile Abwehr gestellt. Offensiv hatten auch wir noch etwas Luft nach oben, aber daran haben wir gearbeitet und einen guten Schritt nach vorne gemacht. Unser Aufbauspiel läuft viel flüssiger und mit wenigen Ausnahmen ist auch unsere Chancenerarbeitung und -verwertung besser.“

Wölfe kommen mit breiter Brust

Rimpar ist im Gegensatz zum VfL makellos ins Jahr 2019 gestartet. Im ersten Spiel gelang ein Auswärtssieg in Emsdetten (30:27) und zu Hause hielten sich die Wölfe mit 27:25 gegen Großwallstadt schadlos. Nimmt man die letzten drei Spiele aus dem vergangenen Jahr dazu, hat Rimpar eine Serie von fünf Siegen aufzuweisen. Dazu der Coach: „Rimpar ist in der Lage, im Angriff einen enormen Druck zu erzeugen. Sie sind beweglich und schnell und werden uns alles abverlangen.“

Hinzu kommen weitere Mutmacher für die Gäste: Patrick Schmidt, Kapitän, Top-Torschütze und „Herz der Mannschaft“ (lt. eigener Webseite), verlängerte unter der Woche seinen Vertrag um zwei weitere Jahre. Und zwischen den Pfosten steht mit Max Brustmann der Zweitliga-Torhüter mit den meisten Paraden der Saison (238 – im Vergleich dazu: Dennis Klockmann 188).

Insgesamt ein dickes Brett für den VfL! Aber von denen haben die Lübecker in dieser Saison schon einige gebohrt.

2019-02-22T11:20:51+00:00Donnerstag, 21. Februar 2019|