VfL unterliegt beim HSV Hamburg

Der VfL Lübeck-Schwartau verliert das erste von zwei Testspielen gegen den HSV Hamburg mit 32:25 (13:12). Das Team von Trainer Piotr Przybecki präsentierte sich trotz der Niederlage über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Ligakonkurrenten.

VfL-Trainer Piotr Przybecki musste im Test-Nordderby auf Torhüter Dennis Klockmann verzichten, mit Nils Conrad stand daher nur ein Keeper im Kader der Lübecker. Und der 19-Jährige Conrad zahlte das Vertrauen in seine Fähigkeiten in der Anfangsphase direkt mit einigen guten Paraden zurück. Vorne zeigte der VfL seine neuen Qualitäten und konnte sich durch teilweise sehenswert herausgespielte Treffer schnell absetzen – Löfström traf in der 14. Minute zum 8:4.

Im zweiten Abschnitt der ersten Halbzeit nahm Przybecki viele Wechsel vor und damit ging auch der Spielfluss ein wenig verloren. Einige technische Fehler schlichen sich im VfL-Spiel ein und so kämpfte sich der HSVH zurück in die Partie. Der 10:10-Ausgleich in der 24. Minute war die Folge, zur Pause hieß es 13:12 für die Gastgeber.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten beide Mannschaften das Tempo, kamen jetzt vermehrt über die erste und zweite Welle zum Erfolg. Erneut war Conrad im Tor ein sicherer Rückhalt, vorne traf Finn Kretschmer nach einem Tempogegenstoß zum 19:18 für die Tiger (38.). Es ging hin und her – vor allem Jan Schult präsentierte sich in Torlaune. Der Routinier besorgte auch den 21:21-Ausgleich (43.).

Probleme bereite dem VfL die nun offensive Abwehr der Hamburger. Technische Fehler und Fehlpässe der Lübecker luden den HSVH zu Tempogegenstößen und einfachen Toren ein. Mit vier Toren führten die Hausherren in der 50. Minute – 25:21 hieß es in der Volksbank Arena.

In der Schlussphase fehlte den Schwartauern nach den intensiven letzten Wochen die nötige Kraft, um die Partie noch zu drehen. Der HSVH gewann dank einer konstanten Leistung mit 32:25. „Wir haben gut begonnen, haben dann aber durch die Wechsel den Faden verloren. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir anstrengende Wochen hinter uns haben. Das hat man am Ende gespürt, da bekommen wir viele einfache Gegentore“, resümierte Piotr Przybecki nach dem Spiel.

Am kommenden Mittwoch steigt dann in der Lübecker Hansehalle die Neuauflage des Nordderbys. „Unser Ziel bleibt das erste Punktspiel, aber natürlich wollen wir nächste Woche schon ein Schritt weiter sein“, so der VfL-Coach.

2020-09-16T19:10:27+00:00Mittwoch, 16. September 2020|