Der VfL Lübeck-Schwartau unterliegt bei der HSG Konstanz mit 31:22 (12:9). Wie schon im Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf scheiterte der VfL an der eigenen Wurfeffektivität. Bester Torschütze der Lübecker war Julius Lindskog Andersson mit fünf Treffern.

„Wir werden bis zum Umfallen kämpfen müssen, um dort zu punkten“, sagte VfL Trainer Piotr Przybecki vor der Partie bei der gegen den Abstieg spielenden HSG Konstanz – doch das gelang nur in der Anfangsphase. Trotz der langen Anreise mit Flugzeug, Bus und Fähre war der VfL von Beginn an hellwach und bereit, den Kampf anzunehmen. Conrad im Tor konnte sich direkt mit guten Paraden auszeichnen und vorne besorgte Julius Lindskog Andersson nach knapp neun Minuten den Treffer zum 4:2.

Doch Konstanz ließ sich auch ohne den verletzten Topscorer Tom Wolf nicht abschütteln und fand immer besser ins Spiel. Die aggressive Abwehr zwang den VfL immer wieder zu technischen Fehlern. Peter Schramm erzielte aus dem Rückraum den 5:5-Ausgleich (16.) – die Partie blieb völlig ausgeglichen.

Konstanz übernimmt das Kommando

Die kompakte Abwehr mit einem starken Nils Conrad dahinter konnte jetzt gleich mehrere Angriffe der Konstanzer abfangen und Gegenstöße einleiten, doch durch ungenaue Anspiele blieben diese Chancen ungenutzt. Auch deshalb konnten die Gastgeber erstmals die Führung übernehmen – Patrick Volz traf per Siebenmeter zum 9:8 (26.). Vorne blieben Raguse und Co. in den letzten Minuten glücklos, Konstanz konnte den Vorsprung bis zur Pause auf 12:9 ausbauen.

Und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber das tonangebende Team. Die Lübecker scheiterten mehrmals an HSG-Keeper Haßferter und ließen beste Möglichkeiten liegen. Konstanz zog auf 17:11 davon – Przybecki hatte Redebedarf (36.). Doch auch nach der Auszeit wurde es kaum besser, Konstanz erzielte einfache Tore ließ den VfL offensiv nicht zur Entfaltung kommen. Beim Stand von 21:14 für die Gastgeber zog Przybecki bereits seine letzte Auszeit (44.).

Die Wurfeffektivität fehlt

Die Lübecker waren vor allem durch Eins-gegen-Eins-Situation erfolgreich, immer wieder tankte sich Lindskog Andersson auf der linken Seite durch. Den Rückstand konnte der VfL aber nicht entscheidend verkürzen. Mit dem Treffer zum 27:21 sorgte Schlaich schließlich für die Entscheidung im Spiel (56.). Am Ende wurde es dann deutlich: Mit 31:22 siegte die HSG Konstanz und feierte zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

„Zu viele Fehler, zu viele Chancen liegen lassen“

VfL-Trainer Piotr Przybecki sagte nach dem Spiel: „Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und zu viele Chancen liegen lassen. Gegen die vorgezogene Deckung haben wir uns schwergetan, obwohl wir in der ersten Halbzeit in der Abwehr gut gestanden haben. Die Geschichte wiederholt sich leider, uns fehlt die Wurfeffektivität. Konstanz hat sich den Sieg heute redlich verdient. Sie waren griffiger und effektiver.“