Drei Wochen ohne Spiel liegen hinter dem VfL Lübeck-Schwartau, am Samstag sind die Lübecker wieder in der 2. Bundesliga gefordert. Am 24. Spieltag reist der VfL zum Wilhelmshavener HV.

Piotr Przybecki nutzte die spielfreie Zeit, um sein Team etwas Erholung zu gönnen, denn bis zum Saisonende stehen noch 18 Spiele auf dem Programm. Durch die Verlegung des Ferndorf-Spiels konnte der Coach sein Team intensiv auf die Auswärts-Aufgabe beim WHV vorbereiten. „Wir sind jetzt natürlich etwas aus dem Rhythmus, aber dafür konnten wir im Training gezielter arbeiten. Jetzt bin ich aber froh, dass wir wieder spielen können“, so Przybecki.

„Müssen 100 Prozent geben“

Die Wilhelmshavener, die zu Beginn der Saison ein Insolvenzverfahren zu bewältigen hatten, kämpfen in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt. In den vergangenen Wochen konnte das Team von Trainer Christian Kehrmann gegen die direkten Konkurrenten aus Fürstenfeldbruck und Emsdetten einen Sieg und ein Unentschieden holen. Am Ende der Saison werden dem WHV durch die Insolvenz und den Wechsel des wirtschaftlichen Trägers allerdings noch vier Pluspunkte abgezogen. „Die kämpfen ums Überleben und werden im Heimspiel gegen uns alles reinlegen. Wir müssen mit 100 Prozent dagegen halten, um dort zu punkten“, prophezeit Przybecki.

„Der WHV hat noch immer noch viel Potential“

Den letzten Pflichtspielsieg in der Nord-Frost-Arena feierte der VfL allerdings 2016. In der Wintervorbereitung gewannen die Lübecker immerhin ein Testspiel beim Ligakonkurrenten. „Das hat für dieses Duell keine Bedeutung mehr, mich interessiert nur die aktuelle Entwicklung beim WHV – und die ist positiv“, erklärt Przybecki. Auch wenn Wilhelmshaven einige Spieler abgeben musste, unter anderem wechselte Torhüter Jens Vortmann zum HSV Hamburg, sieht Przybecki den WHV auf einem guten Weg. „Die haben sich gefangen und haben immer noch viel Potential. Sie spielen eine gute 6-0-Abwehr und haben eine starke Mannschaft mit viel Erfahrung.“

Jan Schult wird dem VfL in Wilhelmshaven wieder zur Verfügung stehen. Der Routinier hat seine Wadenprobleme auskuriert und ist wieder einsatzfähig. Für Fynn Ranke kommt die Partie beim WHV noch zu früh. Thees Glabisch fällt nach seiner Meniskusoperation noch länger aus.

Anwurf in der Nord-Frost-Arena ist am Samstag um 19:30 Uhr. Die Partie wird wie immer von Sportdeutschland TV live übertragen.