VfL vor Auswärtsspiel in Rimpar

„VfL wieder in der Spur“ – das war der Titel der Lübecker Nachrichten vom vergangenem Samstag nach dem Spiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06. Für das nächste Auswärtsspiel müssen sich die Schwartauer wieder in die Spur begeben… und zwar auf die der A7 in das „Wolfsrevier“ nach Würzburg. Gegner am vierten Spieltag sind dann die Wölfe aus Rimpar!

Nach dem souveränen Sieg gegen Dessau dürfte nicht nur die Bilanz der noch jungen Saison wieder etwas aufpoliert worden sein, sondern (nach der Niederlage in Ferndorf) auch das Selbstvertrauen unserer Jungs. Mannschaft und Trainer sahen dabei aber auch noch Luft nach oben: „Wir hätten den Gegner in den letzten zehn Minuten komplett auffressen können“, formulierte ein immer leidenschaftiger Trainer Torge Greve natürlich nur im übertragenden Sinne, und Steffen Köhler legte nach: „Die Mannschaft hat noch nicht ihr wahres, aber schon ein gutes Gesicht gezeigt“. Geht es so weiter, wird wieder klar, warum der VfL Lübeck-Schwartau in den Augen vieler Experten zu den Spitzenmannschaften der zweiten Liga gehört.

DJK Rimpar-Wölfe: Starker Start, …

Mit Rimpar wartet aber erst einmal ein gefährlicher Gegner auf unseren VfL. Das hat sich bereits vor dem eigentlichen Saisonstart gezeigt. Im DHB-Pokal konnten die Wölfe erst den Erstligisten TVB 1898 Stuttgart (29:26), später den Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim (25:23) bezwingen. Damit stehen sie als einziger Zweitligist im Achtelfinale des DHB-Pokals, wo sie im Oktober auf den HC Erlangen treffen.

… aber auch ein Ausrutscher

Rimpar hat in dieser Saison erst zwei Spiele ausgetragen. Dabei kann der Auftakt getrost als misslungen bezeichnet werden, denn die Mannschaft von Trainer Matthias Obinger kam in Essen mit 26:34 unter die Räder. Ein Ausrutscher? Wahrscheinlich, denn die Rimparer haben sich schnell wieder gefangen. Der Niederlage am 1. Spieltag folgte in einer erneuten Auswärtspartie ein 26:24-Sieg in Großwallstadt.

Nicht gerade der Lieblingsgegner unseres VfL

Ein Blick in die letzte Saison zeigt, dass mit den Würzburgern ein richtiger dicker Brocken wartet. Das (leider denkwürdige) Hinspiel gewannen die Wölfe in Lübeck nach einem 1:6 Rückstand noch mit 26:21, und auch das Heimspiel konnten sie für sich entscheiden (24:23). Hier bietet sich also für unsere Jungs eine schöne Chance auf eine Revanche…

Seriöse Vorbereitung auf starken Gegner

Das sieht auch Trainer Torge Greve so: „Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich nach dem Sieg gegen Dessau gut. Nach dem Spiel gegen Ferndorf haben wir eine gute Antwort gegeben und ein Schritt in die richtige Richtung gemacht.“ Und weiter: „Die Mannschaft möchte nun beweisen, dass sie aus dem letzten Auswärtsspiel gelernt hat. Diese Entschlossenheit hat man in jeder einzelnen Trainingseinheit gesehen.“ Dabei weiß Greve um die Schwere der Aufgabe: „Rimpar ist eine etablierte Mannschaft in der 2. Bundesliga und enorm heimstark. Das hat zum einen mit einem starken Defensivverbund zu tun, aber auch im Angriff verfügen sie mit Schmidt, Herth und Kaufmann über herausragende Einzelspieler.“

Beim Blick auf die Vorsaison, den diesjährigen DHB-Pokal und die voraussichtlich große Vorfreude der Unterfranken auf ihr erstes Heimspiel ist es also nur folgerichtig, dass der VfL versucht, auf allen Ebenen eine optimale Vorbereitung zu gewährleisten. Auch deshalb macht sich der Tross um Torge Greve bereits am Samstag, mit einem Zwischenstopp in Großwallstadt, auf den Weg ins etwa 570 km entfernte Würzburg.

Auf Schwartauer Seite kommt das Auswärtsspiel für die beiden Verletzten Martin Waschul und Jan Schult noch etwas zu früh, aber gerade unser Kapitän setzt alles daran, bereits im nächsten Heimspiel gegen die Rhein Vikings wieder auf der Platte zu stehen. Mit der Rückkehr von Jan Schult rechnet der Coach im Oktober.

Auch Rimpar mit Respekt vor den VfL

„Ohne Zweifel hat das Team aus Lübeck genügend Potential, auch in dieser Spielzeit um die vorderen Plätze mitzuspielen“, ist auf der Homepage der Rimparer zu lesen. Und weiter: „Das Prunkstück Abwehr wird gekrönt von Dennis Klockmann, zweifelsohne einem der stärksten Torhüter der Liga.“

An dieser Stelle ähneln sich die beiden Kontrahenten des vierten Spieltages auffallend. Auch Rimpar darf zuzutrauen sein, ganz oben in der Liga anzugreifen und mit Max Brustmann steht immerhin der zweitbeste Torwart der vergangenen Saison (35,80% gehaltene Bälle) im Kasten der Unterfranken – Dennis Klockmann kommt nach dieser Statistik auf den 5. Rang (33,86%).

Der Mannschaftskapitän der Wölfe, Patrick Schmidt, kommt dann auch zu einem Schluss, den wir uneingeschränkt teilen: Die Partie wird ein Duell auf Augenhöhe!

Wer wissen möchte, wie sich der VfL am kommenden Sonntag um 17.00 Uhr schlägt, kann das Spiel wie gewohnt live auf sportdeutschland.tvmitverfolgen.

2018-09-14T14:00:54+00:00Samstag, 15. September 2018|