VfL zeigt Moral und bringt zwei Punkte aus Coburg mit

Dem VfL Lübeck-Schwartau ist in der 2.Handball-Bundesliga am 30.Spieltag eine kleine Überraschung gelungen. Dank einer konzentrierten und disziplinierten Leistung über die gesamten 60 Minuten, konnten die Blau-Weißen Tiger ein 28:23 (16:11) beim Tabellenzweiten aus Coburg entführen.

Der VfL fand gut in die Partie und so trafen Antonio Metzner und Markus Hansen nach vier Minuten zur 2:0-Führung. Diese Führung hatte in der Folge nicht nur Bestand, sie wurde sogar komfortabel ausgebaut. Finn Kretschmer überwand den HSC-Keeper nach 18 Minuten zum 4:11 aus Sicht der Gastgeber und die 2.231 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen.

Hervorheben muss man in der 1.Hälfte den Innenblock Köhler/Ranke, der beweglich arbeitete und früh den Ausfall von Kapitän Martin Waschul kompensieren musste.

Zur Pause stand ein 11:16 auf der Anzeigetafel und spätestens jetzt wusste der ambitionierte Aufstiegskandidat des HSC Coburg, dass ähnlich wie im Hinspiel (28:22 für den VfL) der Gegner aus dem hohen Norden eine schwere Hürde werden würde.

Nach dem Seitenwechsel kam Coburg mit etwas mehr Dampf aus der Kabine, schaffte es aber nicht den Rückstand um mehr als drei Tore zu reduzieren. Der VfL hatte auf fast alles eine Antwort parat und lies sich im Angriff nicht aus der Ruhe bringen. Markus Hansen führte im Angriff fehlerlos Regie und alle Rückraumspieler konnten sich mehrfach in die Torschützenliste eintragen.

Das Torhüter-Duell in der HUK-Coburg Arena entschied an diesem Abend Dennis Klockmann ebenfalls für sich und so wurde der Sieg des VfL Lübeck-Schwartau am Ende verdient und ungefährdet eingefahren.

Trainer-Duo sieht seine Vorgaben optimal umgesetzt:

Mehr als zufrieden war nach dem Spiel auch das Trainer-Duo Claasen/Engelhardt: „Die Jungs haben das extrem diszipliniert gespielt und die Strategie der Trainer voll umgesetzt. Unser Ziel war es, das Spieltempo selbst zu bestimmen und aus unserem dezimierten Kader das Beste rauszuholen. Wir wollten lange Angriffe spielen, dabei hat Markus Hansen clever Regie geführt. Coburg ist normalerweise stark im Konterspiel, den Spieß konnten wir zu unseren Gunsten umdrehen. Alles in allem eine starke Teamleistung“

Coburg: Kulhanek (1.-17./ 1 Parade-), Poltrum (18.-60./ 7) – Hagelin, Jaeger 1, Wucherpfennig, Spross 1, S. Weber 3, Prakapenia 5, Billek 5/3, Timm, Knauer 2, Zettermann 1, Varvne 3, P. Weber 2.

VfL: Klockmann (1.-60./11 Paraden), Mallwitz – Glabisch 4/1, Ottsen 2, Podpolinski, Hansen 6/1, Ranke 1, Waschul, Schult, Köhler 6, Schrader, Kretschmer 2, Bruhn, Metzner 7.

Siebenmeter: 3/3 – 2/6 (Glabisch (2x), Hansen und Schrader verwerfen)

2019-04-21T19:33:31+00:00Sonntag, 21. April 2019|